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  • Titel
    Pilzliche Kalium-Mobilisierung aus Illitischen Tonmineralien
  • Paralleltitel
    Fungal potassium mobilization from illitic clay minerals
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    3 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5393
  • Datensatznummer
    200068104
  • Quelle
  • Abstract
    Die Untersuchungen haben ergeben, dass Penicillium simplicissimum in der Lage war Kalium aus Tonmineralien zu mobilisieren. Maximal 4,8% des Gesamt-Kaliums wurden mobilisiert. Die geringen Anteile an austauschbarem und nicht austauschbarem Kalium und der damit bedingte hohe Anteil an silikatisch gebundenen K+ -Ionen, waren die Ursachen für die scheinbar geringen K-Ausbeuten durch mikrobielle Aktivitäten. Die dennoch beachtliche Leistung der biologischen Verwitterung wurde erst dann ersichtlich, wenn die biogenen K-Ausbeuten mit den oben genannten K-Fraktionen verglichen wurden. So wurden durch Penicillium simplicissimum 41% der nicht austauschbaren und nur z.T. pflanzenverfügbaren K-Fraktion mobilisiert. Dies führte, wie Vegetationsversuche mit Kresse zeigten, zu einer signifikant erhöhten pflanzlichen Biomasse und zu einer besseren K-Versorgung der Pflanzen. Die Ergebnisse deuteten daraufhin, dass ausgeschiedene H+ -Ionen durch einen Protonen-Kationen-Austausch die K+ -Ionen im Kristallgitter ersetzten und somit den Mobilisierungsprozess verursachten. Diese Acidolyse und der anschliessende Entzug der K+ -Ionen aus dem Lösungsgleichgewicht, durch Aufnahme in die Biomasse, scheinen für den Lösungsmechanismus von Bedeutung zu sein. Die mikrobiologische Verwitterung wurde weiters durch die Lösung von Ca2+ -und Mg2+ -Ionen verstärkt. Durch die Verwitterung und der damit verbundenen Zerstörung der Minerale wurde klar ersichtlich, dass heterotrophe Mikroorganismen einen wesentlichen Beitrag zur Nährstoffverfügbarkeit und Bodenbildung leisten.