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  • Titel
    Freilandökologische Untersuchung der Ciliaten (Protozoa) in schwermetallbelasteten Böden
  • Paralleltitel
    Ciliates (Protozoa) in grassland sites polluted by heavy metals
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    18 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5393
  • Datensatznummer
    200067856
  • Quelle
  • Abstract
    Einleitend wird ein kurzer Überblick der Ökologie und der Eignung terricoler Ciliaten zur Bioindikation gegeben. Im Rahmen eines Projekts des Umweltbundesamtes (Wien) wurde die Zönose der Ciliaten aus vier Dauergrünlandflächen in zunehmender Entfernung der Montanwerke Brixlegg (Tirol) untersucht. Trotz eines massiven Eintrags von Schwermetallen und organischen Schadstoffen waren weder die Artenzahlen noch die Abundanzen in den werksnahen Flächen reduziert. Abiotische Parameter, wie der Nährstoff- und Wassergehalt, scheinen für die Ciliaten von grösserer Bedeutung zu sein. Bei genauerer Betrachtung der Artenzusammensetzung hingegen fielen einige Besonderheiten auf, die als Hinweis auf eine Schwermetallbelastung gewertet werden können: Eine Verschiebung des Artenspektrums konnte mit dem "weighted coenotic index" von Wodarz et al. (1992) aufgezeigt werden. Eine Art - Sterkiella histriomuscorum -, die Gewässern herangezogen wird, konnte nur in der unbelasteten Fläche nachgewiesen werden. Um die bioindikative Bedeutung terricoler Ciliaten zu erkennen, bedarf es weiterer Freilanduntersuchungen. Kombinierte Laborexperimente und eine genaue Analyse des Bodenchemismus stellen eine wertvolle Ergänzung dar. Mit diesen Erkenntnissen können dann neue Ökotoxizitätstests für Böden entwickelt werden.