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  • Titel
    Auswirkungen von Düngungsmassnahmen auf die Bodenmesofauna verschiedener Waldstandorte in Österreich
  • Paralleltitel
    Effects of fertilization on the soil mesofauna in different Austrian forest stands
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    24 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5393
  • Datensatznummer
    200067802
  • Quelle
  • Abstract
    Die im Zuge von Waldsanierungsmassnahmen durchgeführte zoologische Begleituntersuchung hat ergeben, dass sich die Bodenmesofauna, vor allem die Collembolen, gut für eine Indikation des Bodenzustandes eignet. Veränderungen der Bodeneigenschaften, hervorgerufen durch Düngung, spiegeln sich in geänderten Abundanz- und Dominanzwerten wieder. Die meisten der untersuchten Dünger lösen einen "Düngerschock" aus (Abundanzabnahme, Arten- und Diversitätsreduktion), der sich aber in günstigen Fällen schon nach kurzer Zeit in einen positiven populationsdynamischen Trend umkehrt. Entscheidend für eine produktive Gesamtverbesserung von Boden-Zönosen (gemessen an der Steigerung der Populationsdichte und der Umsatzleistung) sind Zusammensetzung und Menge der Düngemittel. Diese müssen auf die Ausgangssituation der zu behandelnden Böden abgestimmt werden. In der vorliegenden Studie haben sich Biomag und die Kombination Biomag mit Bactosol als positiv erwiesen. Kritisch zu beurteilen sind hingegen zu hohe Stickstoffdünger-Applikationen für Böden, in welchen durch NO3-Mobilisierung und pH-Absenkung die Bodenmesofauna in ihrer Reproduktion und Umsatzleistung so stark beeinträchtigt wird, dass sie ihre ökologische Aufgabe der Dekomposition nicht mehr erfüllen kann. In diesen Fällen, wo nur momentan eine Vitalitätssteigerung vorgetäuscht wird, ist der Schaden einer Düngung langfristig grösser als der mögliche kurzzeitige forstwirtschaftliche Nutzen.