Titel
Ziel und Ergebnis von 18 Jahren, Oekosystemforschung am Piburger See (Tirol)
Verfasser
Erscheinungsjahr
1989
Illustrationen
5 Abb., 2 Tab., 81 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
12657
Datensatznummer
200067564
Quelle
Abstract
Der Piburger See, als landschaftliches Kleinod des aeusseren Oetztales 1929 zum Naturdenkmal erklaert, war und ist Objekt eingehender oekologischer Forschungsarbeit an der Universitaet Innsbruck. Eine Einzeluntersuchung im Winter 1963 sowie ein ganzjaehriger Beobachtungszyklus 1966/67 hatten ergeben, dass dieser See, von dem Vergleichsdaten aus den Jahren 1931 bis 1933 vorliegen, deutliche Eutrophierungserscheinungen aufwies (FINDENEGG 1968, PECHLANER 1968). Aus limnologischen Untersuchungen, die in erster Linie darauf abzielten, Beurteilungsgrundlagen fuer die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten von Seenschutzmassnahmen zu erhalten, entwickelte sich ein anspruchsvolles Forschungsvorhaben, das als "Oekosystemstudie Piburger See" auf ein moeglichst detailliertes Erfassen und Verstehen von Struktur und Funktionsweise dieses Sees einschliesslich seiner Abhaengigkeit von den natuerlichen Gegebenheiten in seinem Umland und seiner Beeinflussung durch den Menschen abzielt. Zur Bekaempfung der Eutrophierung des Piburger Sees wurden ab 1966 Massnahmen gesetzt, um den Naehrstoffeintrag zufolge touristischer Aktivitaeten und landwirtschaftlicher Nutzung im Einzugsgebiet dieses Sees zu reduzieren. 1970 wurde ausserdem als Restaurierungsmassnahme eine Tiefenwasserableitung mit Hilfe eines "Olszewski-Rohres" installiert (PECHLANER 1971), die seit nunmehr zwanzig Jahren in Betrieb ist (PECHLANER 1979, PSENNER 1988). Die Mitarbeit an international und national koordinierten Forschungsprojekten, fuer deren Fragestellungen sich der Piburger See u. sein Einzugsgebiet als Untersuchungsobjekt eignete, war und ist ein Teil der Strategie, die "Oekosystemstudie Piburger See" voranzutreiben. Die Bundesministerien fuer Wissenschaft und Forschung sowie Gesundheit und Umweltschutz hatten - gemeinsam mit dem Land Tirol - 1973 bis 1977 das Forschungsprojekt "Restrierungsverlauf Piburger See" im Rahmen des "Cooperative Programme for Monitoring of Inland Waters (Eutrophication Control)" der OECD finanziert. Von derselben Institution wurde 1974 bis 1980 unter der Projektbezeichnung "Belastung und Belastbarleit des Piburger Sees" die Einbeziehung des Sees in das UNESCO-Programm "Man and Biosphere" (Mass-5, "Ecological effects of human activities on the value and resources of lakes.") ermoeglicht. 1976 und 1977 konnte dank eines Forschungsauftrages des Bundesministeriums fuer Land- und Forstwirtschaft die Naehrstoffeinschwemmung aus Wald und landwirtschaftlich genutzten Flaechen ueber den Piburger Bach in den Piburger See genau untersucht werden. 1978 bis 1982 folgte das Projekt "Restaurierungsverlauf Piburger See II, Naehrstofflieferung aus Sedimenten als Ursache der Oligotrophierungsverzoegerung" als Beitrag zum "oesterreichischen Eutrophieprogramm" (finanziert durch BMGU, BMWF und Land Tirol), und 1983 bis 1986 - in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit dem .....