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  • Titel
    Forstpolitische Aktivitäten von Umweltverbänden in Deutschland - eine vorläufige Bestandesaufnahme
  • Paralleltitel
    Activities of environmental NGOs in Germany forest policy - a preliminary stocktaking = Les activités en Allemagne des associations environnementalistes dans le domaine de la politique forestière - examen provisoire de la situation
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    39 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200067497
  • Quelle
  • Abstract
    Seit mehreren Jahren entwickeln maßgebliche Umweltverbände in Deutschland Zielvorstellungen für die qualitative Walderhaltung in Deutschland. Wie die vorliegende Untersuchung am Beispiel von BUND, NABU, Greenpeace, Robin Wood und WWF zeigt, werden die zunächst allgemein formulierten und später in den Waldnutzungskonzepten konkretisierten Forderungen an die traditionellen forstlichen Akteure vermehrt durch öffentlichkeitswirksame Aktionen untermauert. Obwohl alle Verbände ein spezifisches Profil im Bereich des forstpolitischen Engagements entwickelt haben, ist eine Tendenz zur verstärkten Zusammenarbeit, insbesondere bei Zertifizierungsfragen, erkennbar. Unterschiedliche Auffassungen in Sachfragen bis hin zu persönlichen Differenzen haben bisher eine "geschlossene Front" der Umweltverbände gegen die Forstwirtschaft verhindert. Vielmehr sind vermehrt temporäre Allianzen zu beobachten, bei denen auch Gemeinsamkeiten mit den traditonellen Akteuren der Forstwirtschaft ausgelotet werden. Auffällig ist der Versuch der Umweltverbände, ihren Einfluß auf die Forstwirtschaft im Rahmen der "privaten Normsetzung" zu zementieren. Mit diesen Hilfskonstrukten (Bypass-These) wird der Druck auf die Waldbesitzer institutionalisiert, nur noch nach den Vorgaben der Umweltverbände produziertes Holz auf den Markt zu bringen. Hinzu kommen die umfangreichen Monitoring-Systeme wie z.B. die Forest Scorecards, welche die traditionellen forstlichen Akteure einem nicht zu unterschätzenden Rechtfertigungsdruck aussetzen. Angesichts der Professionalisierung der Verbandsstrukturen ist damit zu rechnen, dass das Interesse der Umweltverbände an der Forstwirtschaft in Deutschland auch auf längere Sicht bestehen bleibt.