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  • Titel
    Erlenbruchwälder - Dynamik in Raum und Zeit : Konsequenzen für den Prozessschutz in einer Waldgesellschaft
  • Paralleltitel
    Alder Carrs - Temporal and Spatial Dynamics, Consequences for Process Conservation in a Forest Community
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    39 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200067337
  • Quelle
  • Abstract
    Erlenbruchwälder gehören in Mitteleuropa zu den stark bedrohten Lebensräumen. Unter einer Vielzahl natürlicher Prozesse spielen insbesondere die Grundwasserdynamik (als zeitliche Dynamik) sowie die räumliche und zeitliche Heterogenität in Verbindung mit anderen Biotoptypen eine wertbestimmende Rolle. Unter verschiedenen Zielkriterien für den Schutz von Erlenbruchwäldern stellen diese "Zielprozesse" dar, mit deren Erhalt sehr wesentliche Aspekte der "Identität" der Brüche gesichert sind. Neben den besonders empfindlichen Wasserfeder-Erlen-Wäldern und Torfmoos-Birken-Erlen-Wäldern, für die ein Bewirtschaftungsverzicht angeraten ist, können in einer Vielzahl von Erlenbruchwäldern durchaus wichtige Prozessschutzaspekte auch bei einer angepassten forstlichen Bewirtschaftung realisiert werden. Für die Sicherung der Zielprozesse im rahmen dieses integrativen Prozessschutzes werden Hinweise gegeben. Wenn Natur geschützt werden soll, sind auch die dynamischen Interaktionen in der Natur zu erhalten, wobei selbst der zusammenbruch ganzer Systeme in die Systemdynamik eingeschlossen sein kann. Erlenbruchwälder können natürlicherweise zumindest auf Teilflächen über Jahrzehnte waldfrei sein. Diese spezifische Form der Mosaikdynamik erfordert Verständnis und Geduld aller am Naturschutz Beteiligten.