Titel
Trockenrasenmanagement und -restituierung durch Beweidung im "Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel"
Paralleltitel
Grazing as a management tool for dry grasslands in the "National Park Neusiedler See - Seewinkel"
Verfasser
Erscheinungsjahr
1999
Illustrationen
51 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
753
Datensatznummer
200067239
Quelle
Abstract
Die Beweidung am Illmitzer Zicksee im "Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel" wurde 1987 mit einer Herde von Galloway-Rindern wieder begonnen, um die typischen Hutweidelandschaft mit zahlreichen Rote-Liste-Arten langfristig zu erhalten. Der Schwerpunkt der 9jährigen Monitoringstudie lag in der Evaluierung der Auswirkungen der Weideeffekte auf die halophile Lackenrandvegetation und Trockenrasen. Durch das Monitoring konnte nachgewiesen werden, daß extensiv beweidete Trockenrasen durch den Biomasseentzug und die Entstehung zahlreicher Bestandslücken artenreicher sind als nicht beweidete. Darüber hinaus konnte die Beweidung erfolgreich eingesetzt werden, um Acker- und Weingartenbranchen wieder in Richtung Trockenrasen zu entwickeln. Von entscheidender Bedeutung für die Etablierung neuer Arten ist der Sameneintrag durch die Rinder (Verbreitung über Kuhfladen und Substrat zwischen den Hufen), der die Besiedelung der Flächen durch Trockenrasenarten deutlich beschleunigt. Die Ausbreitung von Problemarten wie Quecke (Elymus repens) oder Land-Reitgras (Calamagrostis epigeios) auf jungen Brachflächen wird deutlich reduziert.