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  • Titel
    NOx - Emissionen von Biomassefeuerungen : Emissionsminderung von Stickoxiden und Schwefeloxiden bei Feuerungsanlagen im Leistungsbereich von 3 bis 50 MW
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    9 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13757
  • Datensatznummer
    200067155
  • Quelle
  • Abstract
    Die Emissionen von Stickoxiden aus der Verbrennung von Biomasse stammen aus dem Stickstoff des Brennstoffs. Thermische und prompte Stickoxide aus dem Luftstickstoff sind nicht von Bedeutung. Waehrend Fichten- und Foehrenholz als stickstoffarm bezeichnet werden koennen, ist bei anderen biogenen Brennstoffen mit hoeherem Stickstoffgehalt zu rechnen. Bei den Messungen an Holzfeuerungen kleiner Leistung an der Bundesanstalt fuer Landtechnik wurden spezifische Emissionen im Bereich von 32 bis 149 mg NOx/MJ (gerechnet als NO2) gemessen. In einer Verordnung der Steiermaerkischen Landesregierung wird ein Grenzwert von 60 bzw. 70 mg/MJ vorgeschrieben. Ein Verordnungsentwurf zum Luftreinhaltegesetz Kesselanlagen enthaelt einen Grenzwert von 150 mg/m3. Bei der Erarbeitung einer Verordnung des Bundesministeriums fuer wirtschaftliche Angelegenheiten fuer Kleinfeuerungsanlagen wird ein Grenzwert von 100 mg/MJ diskutiert. Bei der Entwicklung von Holzfeuerungen wurde in den vergangenen Jahren die Minderung von Produkten unvollstaendiger Verbrennung angestrebt; grosse Erfolge wurden bei der Minderung von HC und CO erzielt, NOx-Minderungsmassnahmen wurden in Oesterreich nicht untersucht. Da die Stickoxide aus dem Brennstoff stammen, sind aehnlich dramatische Erfolge bei der Entstickung nicht zu erwarten. In der Schweiz laeuft ein Forschungsprogramm, von dem bereits Ergebnisse berichtet wurden. Mit selektiver katalytischer und nicht katalytischer Reduktion an Ammoniak ist eine Verringerung der Stickoxidemission moeglich. Der Aufwand fuer die Entstickung ist gross, mit zusaetzlicher Emission von Ammoniak und Lachgas (N2O) ist zu rechnen. Ergebnisse aus Untersuchungen der gestuften Verbrennung sehen noch aus. Fuer die weitere Entwicklung der Biomasseverbrennung sind folgende Massnahmen wuenschenswert: - Derzeitige Regelungen sollten sich auf lediglich auf Holzfeuerungen beziehen - Ermittlung des Standes der Technik von Rindenfeuerungen - Bundesweit einheitliche Festlegung von Grenzwerten; dabei sollen die Grenzwerte auf die zugefuehrte Energie bezogen werden - Orientierung der Grenzwerte am Stand der Technik; derzeit scheint ein Grenzwert von 100 bis 150 mg/MJ (gerechnet als NO2) machbar - Stufenplan zur Verringerung der Grenzwerte; die Grenzwerte der Steirischen Verordnung sind anzustreben - Bereits bei der Entwicklung von Feuerungen fuer biogene Brennstoffe mit hoeherem Stickstoffgehalt sind Massnahmen zur Minderung der Stickoxidemission zu treffen. Es ist zu hoffen, dass unter Beachtung der Erfordernisse des Umweltschutzes die heimischen und erneuerbaren biogenen Brennstoffe auch weiterhin eine positive Entwicklung nehmen.