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  • Titel
    Zur Sukzession von Waldbrandflächen in der Lüneburger Heide
  • Paralleltitel
    Post-burn Forest Succession in the Lüneburgian Heath
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    59 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200066978
  • Quelle
  • Abstract
    Nach den verheerenden Waldbränden 1975 in der Lüneburger Heide wurden eine gezäunte, unbewirtschaftete Dauerbeobachtungsfläche (Sukzessionsfläche I) eingerichtet. An Hand von Vegetationsaufnahmen wird die ungestörte Vegetationsentwicklung nach dem Brand bis 1995 beschrieben und mit einer weiteren geräumten, nicht umzäunten Sukzessionsfläche II sowie drei Aufforstungsflächen (Kiefer, Kiefer/Fichte und Eiche/Buche) verglichen. Die heute dominierenden Arten Deschampsia flexuosa, Pteridium aquilinum, Calluna vulgaris and Molinia carulea in der Krautschicht waren auf der Sukzessionsfläche I bereits im ersten Jahr nach dem Brand vorhanden. Die Sukzession verlief bisher über eine Kahlschlagflur zu einem Pionierwaldstadium. Die Bäume erreichten 1995 eine Höhe von bis zu 11 m. Dominierende Gehölze waren zu diesem Zeitpunkt Populus tremula, Betula pendula (mit zunehmender Tendenz) und Salix caprea (rückläufige Tendenz). Weiterhin traten Pinus sylvestris, Quercus robur und Q. petraea, Picea abies und Fagus sylvatica auf, so dass die weitere Entwicklung der Waldbrandflächen über eine Deschrampsia flexuosa-Pinus sylvestris-Gesellschaft und einem Betulo-Quercetum zu einem planaren Luzulo-Fagetum denkbar erscheint. Die Sukzessionsfläche II besaß 1995 eine ähnliche Artenzusammensetzung bei wesentlich höherem Deckungsgrad der Baumschicht. Die Aufforstungen waren demgegenüber geprägt durch die Dominanz der gepflanzten Baumarten mit einer geringeren Arten- und Strukturvielfalt der Phytozönosen.