Titel
Weiterfuehrende Untersuchungen zur Immissionsbelastung in Kiefernbestaenden auf mesotrophen terrestrischen Standorten im Tiefland Sachsen-Anhalts
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Illustrationen
3 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
13613
Datensatznummer
200066417
Quelle
Abstract
1. Nach Gruendung der Forstlichen Versuchsanstalt Sachsen-Anhalt im Januar 1992 wurde die Untersuchung zur Immissionsbelastung in Kiefernbestaenden auf mesotrophen Standorten im Tiefland Sachsen-Anhalts als ein wichtiges Ziel erkannt und bearbeitet. Anlass war die in vielen Revieren und Forstaemtern vorkommenden Bestandsaufloesungen bei Kiefern in z.T. jungen Bestaenden ab Alter 30. Auffaellig waren zugleich dichte Calamagrostis-Decken, die stellenweise mit nitrophilen bzw. basophilen Florenelementen durchsetzt waren und offensichtlich die Vitalitaet der Kiefernbestaende einschraenkten. Es sollte geprueft werden, ob diese exzessive Vergrasung immissionsabhaengig ist und welche Gefaehrdung vorliegt, um danach Sanierungsmassnahmen ableiten zu koennen. 2. Insgesamt wurden in 17 repraesentativen Forstaemtern im Flachland Sachsen-Anhalts von 130 Probeflaechen 409 Bodenproben und 336 Nadelproben entnommen. Immissionsbelastungen, Witterungsanomalien (milde Winter, niederschlagsarme Fruehjahre und Sommer) sowie Insektengradationen fuehrten zu Bestandsaufloesungen, die einen dringlichen Umbau von reinen Kiefern- zu Kiefern-Mischbestaenden erfordern. 3. Sowohl die boden- und nadelanalytischen Untersuchungen als auch die Inventur aller Kiefernbestaende (ab Alter 30) haben das Ausmass der Immissionsbelastungen und der Sanierungsbeduerftigkeit - ausgedrueckt in Gefaehrdungsstufen - deutlich werden lassen. Bis zum Jahre 2000 muessen deshalb die am staerksten belasteten Bestaende (ueber 6000ha) mit waldbaulichen Mitteln durch Voranbau von Laubbaumarten als erste Etappe (Kiefer 2000) saniert werden.