Titel
Ökologische Charakterisierung der Waldgesellschaften im Gleintal (mit einer kurzen Einführung in den Rupert Hatschek'schen Forstbetrieb Glein von F. Reimoser)
Paralleltitel
Ecological Characterization of the Forest Communities in the Glein Valley (with a Brief Introduction to the Rupert Hatschek Forest Management Glein by F. Reimoser)
Verfasser
Erscheinungsjahr
1998
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
12985
Datensatznummer
200065881
Quelle
Abstract
Aufbauend auf den vegetationsökologischen und bodenkundlichen Daten der Untersuchungen der Forstlichen Bundesversuchsanstalt in den 80er Jahren (z.B. Karrer, 1989a), wird hier versucht, die Differenzierung der Waldgesellschaften des Gelingraben mit Hilfe direkter und indirekter Standortparameter ökologisch zu unterlegen. Zwecks indirekter Analyse wurden die ökologischen Zeigerwerte der Pflanzen (vgl. Ellenberg et al., 1992) verrechnet als ungewichtete und gewichtete Mittelwerte benutzt, um die Korrelation der Vegetationseinheiten unterschiedlicher sytaxonomischer Kategorien mit Standortparametern zu überprüfen. Als wesentlich haben sich dabei die mittlere Nährstoffzahl (= Nu: trennt die Ausbildungen des Oxali-Abietetums von den anderen Assoziationen), die mittlere Lichtzahl (= Lu: trennt die Ausbildungen des Luzulo-Abietetums vom Rest) und die mittlere Temperaturzahl (= Tu: trennt entsprechend dem Höhenstufengradienten das subalpine Homogyno-Piceetum von den anderen Einheiten) erwiesen (vgl. Abb. 1.2.5.2, S. 36 u. 1.2.5.3, S. 37 sowie Tab. 1.2.5.1, S. 33). Die mittlere Feuchtezahl (Fu) korreliert gut mit der Vegetationsgliederung auf Subassoziationsniveau. Von den direkt gemessenen Bodenparametern ist besonders das C/N-Verhältnis zur trophischen Charakterisierung von Vegetationseinheiten brauchbar. Die zu erwartende Korrelation mit den grob angesprochenen Humustypen ist nur andeutungsweise zu erkennen. Die statistisch solide Absicherung der Beziehungen zwischen einzelnen Vegetationsypen und den berücksichtigten Standortmerkmalen ist nur zum geringeren Teil möglich, weil schon die Punktauswahl eigentlich die Prämissen für die meisten Testverfahren verletzt.