Titel
Zusammenschau aus den Bereichen: Integrated Monitoring, Bioindikatoren und Zeigerwerte zur Charakterisierung des physiologischen Zustandes der Baeume
Paralleltitel
Results from the fields of Integrated Monitoring, Bioindicators and Indicator Values from thr Caracterization of the Physiological Condition of Trees
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Illustrationen
34 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
5275
Datensatznummer
200065563
Quelle
Abstract
Auf Grund der bisherigen Erhebungen stellt im Untersuchungsgebiet die Ozonkonzentration, die mit der Seehoehe zunimmt, einen Belastungsfaktor fuer das Oekosystem dar, ebenso wie die Schwermetalleintraege, die in hoeheren Lagen deutlich erhoeht sind und deshalb auf Immissionseinwirkungen schliessen lassen. Die Luftschadstoffsituation wurde nicht nur durch dauerregistrierende Messerien und die Auswertung derselben nach den bestehenden Kriterien bewertet, sondern ebenso durch Bioindikationsverfahren beschrieben. Die Reaktionen des Oekosystems auf dei Umweltsituation wurde mit Zeigerwerten, die zur Beschreibung des physiologischen Zustandes dienen getestet. Eine Beeinflussung des Waldoekosystems durch die geringen SO2- und NOx-Konzentrationen kann auf der Basis einer Betrachtung als Einzelkomponente und der derzeit gueltigen Immissionsgrenzkonzentrationen verneint werden. Offen ist jedoch die Frage des Zusammenwirkens verschiedener Luftschadstoffkomponenten und der sich daraus ergebenden syneristische Effekte und eine moegliche Aenderung in der Bewertung der Belastungssituation unter Mitberuecksichtigung weiterer Stressfaktoren. Die Ionenkonzentrationen in nassen Depositionen waren gering, Saeurestress als Ursache der Walderkrankung kann, auch bedingt durch das karbonatbeeinflusste Gebiet, nicht abgeleitet werden (unbekannt sind die Aenderungen der Eintragsverhaeltnisse unter Mitberuecksichtigung der bis dato nicht erfassten okkulten Deposition). Im Gegensatz zur Luftschadstoff- und Eintragssituation wiesen Komponenten des antioxidativen Systems, die Wachsstrukturen und das Vorhandensein von Flechtengesellschaften auf saure Immissionen im Tal hin. Der Eintrag von leichtfluechtigen Chlorkohlenwasserstoffen, Pestiziden und Trichloressigsaeure wurde in nassen Depositionen und in Nadelproben nachgewiesen; unbekannt ist derzeit jedoch die Bedeutung dieser Schadstoffe fuer das Oekosystem und die Ursache fuer die Anreicherung in Nadeln in bestimmten Seehoehen. Aus den bisherigen Ergebnissen laesst sich ableiten, dass im Untersuchungsgebiet der Trockenheit als Stressor keine Bedeutung zukommt und dass bei einer Bewertung des Zustandes der Baeume in hoeheren Lagen die genetische Disposition mitberuecksichtigt werden muss.