Titel
Ursachen der Streckenschwankungen beim Schwarzwild im Saarland
Paralleltitel
Causes of fluctuations in the hunting kill of wild boar in the saarland
Verfasser
Erscheinungsjahr
1998
Illustrationen
11 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8032
Datensatznummer
200065278
Quelle
Abstract
Untersucht wurden Faktoren, die sich auf die Bestandesdichte und damit auf die Schwarzwildstrecke im Saarland auswirken. Dem Waldanteil der Reviere eines Landkreises wurde die durchschnittliche Strecke von 1985-1989 gegenübergestellt. Hohe Schwarzwildstrecken werden in Revieren mit hohen Waldanteilen erzielt. Der Anteil fruktifizierender Eichen- und Buchenbestände wurde für den Zeitraum von 1975 bis 1990 mit der Strecke der einzelnen Forstämter verglichen. Erfaßt wurden 6761 Stück Schwarzwild. Der durchschnittliche Abschuß der Forstämter mit einem Eichenaltholzanteil über 10% (in Bezug zur Forstamtsfläche) liegt deutlich über der Strecke der Forstämter mit einem niedrigeren Eichenaltholzanteil. In Mastfolgejahren steigen die Schwarzwildstrecken an. Die Einstellung der Jäger gegenüber dem Schwarzwild und damit verbunden die Eingriffe in die einzelnen Altersklassen hat sich von 1948 bis heute grundlegend geändert. Der Anteil der Frischlinge an der Gesamtstrecke nahm kontinuierlich zu. Eine weitgehende Schonung führender Muttertiere und der Leitbachen führte zu hohen Frühjahrsbeständen weiblicher Stücke. Aus Unterlagen der Bodennutzungserhebungen für das Saarland wurde die Entwicklung der Getreideanbaufläche und der Maisanbaufläche seit 1960 betrachtet. Zwischen der Maisanbaufläche und den Strecken konnte kein Zusammenhang festgestellt werden. Die Untersuchung der Erlegungszeitpunkte für 4193 Stück Schwarzwild aus dem Zeitraum von 1961 bis 1989 ergab, daß die meisten Sauen in den Monaten Juli/August und Dezember/Januar erlegt wurden. Der Abschuß war in Mastjahren im Oktober am geringsten. Eine Korrelation zwischen den Witterungsbedingungen im Frühjahr und der Bestandesentwicklung konnte im Saarland nicht festgestellt werden.