Titel
Geschichte, Anliegen und Wege des Waldumbaus in Sachsen : Waldumbau
Verfasser
Erscheinungsjahr
1996
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
13539
Datensatznummer
200065215
Quelle
Abstract
Die deutsche Forstwirtschaft hat sich seit Beginn des vorigen Jahrhunderts eindeutig und überwiegend auf das System des Schlagweisen Hochwaldes orientiert hat. Dem als Pendant aufzufassenden Dauerwaldsystem wurde demgegenüber ein Aschenputteldasein zugewiesen. So entwickelte sich statt einer ökologisch fundierten Waldwirtschaft eine technologisch dominierte Forstwirtschaft. Auch heute noch sind die meisten sächsischen Wirtschaftswaelder von dem Raum-Zeit-Modell des Schlagweisen Systems geprägt. Das ist bei allen Entscheidungen zu berücksichtigen. Es wäre falsch, so tun, als hätte man bereits einen Dauerwald. Es ist aber alles zu tun, um zu diesem zu gelangen. Theoretische Grundlage solcher Massnahmen müssen Erkenntnisse der Waldökologie sein. Im Rahmen der naturgegebenen Möglichkeiten und Grenzen sind dann die konkreten Zielstellungen unter Berücksichtigung der dominierenden Waldfunktionen zu bestimmen. Die Wege des Waldumbaus ergeben sich aus alten Erfahrungen, Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen und neuen Denkanstössen. Bei der Inangriffnahme des Jahrhundertprogrammes Waldumbau spielt die Kategorie Zeit wegen der Eigenart des Objektes eine besondere Rolle. Obwohl angesichts der gegebenen Waldsituation mit dem Waldumbau nicht gezögert werden darf, muss mit Bedacht und unter Berücksichtigung natürlicher Zeitmasstäbe ans Werk gegangen werden. Neben fleissigem Streben muss kreative Geduld aufgebracht werden, weil die ohne Zutun des Menschen ablaufenden Naturprozesse nicht in den Zeitmasstäben unserer gestressten Gesellschaft ablaufen.