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  • Titel
    Auswirkung des Vermehrungsmodus auf die genetische Diversität von Wildpflanzenpopulation : Erfassung und Schutz der genetischen Vielfalt von Wildpflanzenpopulationen in Deutschland
  • Paralleltitel
    Impact of breeding systems on the genetic diversity of natural plant populations
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    9 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    7682
  • Datensatznummer
    200064609
  • Quelle
  • Abstract
    Das Überleben und die evolutive Entwicklung einer Art als im Freiland überlebensfähige Population ist weitestgehend von ihrer genetischen Diversität abhängig. Diese wird durch die allelische Diversität und den Anteil heterozygoter Pflanzen beschrieben. Faktoren, die die genetische Vielfalt einer Population beeinflussen, sind die Mutationsrate, die für eine gegebene Population als konstant angesehen werden kann, die Fremdbestäubungsrate und der Diasporeneintrag. Die Fremdbestäubungsrate ist zum einen vom Vermehrungsmodus (Apomixie, Autogamie, Allogamie) der betreffenden Sippe und dem Pollenvektor sowie dessen Abundanz, zum anderen von ihrem Isolationsgrad abhängig. Hinsichtlich des Diasporeneintrages ist der Strategietyp (Diosporenverbreitung aktiv, Vektor abhängig, nicht vorhanden), die Etablierungswahrscheinlichkeit und ebenfalls der Isolationsgrad von Bedeutung. Untersuchungen an unterschiedlichen Sippen haben ergeben, dass der Umfang an genetischer Diversität in der Reihenfolge Windbestäubung - Tierbestäubung - Selbstung abnimmt. Der Vermehrungsmodus hat demnach einen direkten Einfluss auf den Heterozygotiegrad und die allelische Diversität. Bei Selbstbefruchtern muss davon ausgegangen werden, dass eine Fixierung von Allelen stattgefunden hat, die ein Überleben am gegebenen Standort gewährleisten, wodurch eine potenzielle Gefährdung aufgrund sich ändernder Standortbedingungen gegeben ist. Strikte Fremdbefruchter sind demgegenüber besonders durch Fragmentierung und Isolation ihrer Populationen gefährdet, da hier aufgrund von erschwertem Genfluss und geringerer Rekombination Inzuchtdepression und Gendrift eintreten können.