Titel
Der Kleine Buchenborkenkäfer als relevanter Rindenbrüter in Schwarzerlen-Beständen
Verfasser
Erscheinungsjahr
2000
Illustrationen
10 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4223
Datensatznummer
200064239
Quelle
Abstract
Der Kleine Buchenborkenkäfer (Taphrorychus bicolor) ist 1997 erstmals an der Baumart Schwarzerle im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft nachgewiesen worden. Während der in den Jahren 1998 und 1999 mittels pheromonbestückter Lockstofffallen durchgeführten Probefänge wurde der Käfer in hohen Dichten festgestellt. Entgegen früheren Aussagen, dass dieser Rindenbrüter vorrangig absterbende Äste bzw. liegende Stämme besiedelt, konnte auf allen Untersuchungsflächen auch Stehendbefall beobachtet werden. Dabei sind sowohl jüngere als auch ältere Bestände betroffen. Aufgrund seiner im Jahresverlauf kaum kalkulierbaren Populationsentwicklung ist der Käfer im Falle einer Gradation nur schwierig gezielt bekämpfbar. Ein zeitlich unsachgemäßer Einsatz von Lockstofffallen schadet zudem den natürlichen Gegenspielern. Deshalb sollten Fänge mit Pheromonfallen nicht vor Anfang August begonnen werden. Fangbäume helfen ebenfalls den Stehendbefall zu reduzieren. Ob Taphrorychus bicolor auch in anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns oder darüber hinaus an der Schwarzerle auftritt bzw. außerhalb des Darßwaldes bereits eine Ausbreitung gefunden hat, ist noch ungeklärt. Seine Entwicklung sollte jedoch weiterhin mit Aufmerksamkeit verfolgt werden.