Titel
Waldumbau: Ansätze zur Bestimmung des potenziellen Verjüngungsfortschritts mit Hilfe von Fernerkundungsdaten und GIS
Paralleltitel
Conversion of forests: approaches for describing the potential extension of regeneration by means of remote sensing and GIS
Verfasser
Erscheinungsjahr
2000
Illustrationen
25 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
621
Datensatznummer
200064211
Quelle
Abstract
Waldumbaumaßnahmen haben die Umwandlung von gleichaltrigen, nadelholz-dominierten Beständen zum Ziel. Sie stützen sich nach Möglichkeit auf die Naturverjüngung vorhandener Laubbaumarten und sollen zu Wäldern mit einer hohen Diversität hinsichtlich ihrer Struktur, Arten und genetischer Information führen. Der flächige und zeitliche Verjüngungsfortschritt und damit die erzielbare Diversität der genannten Ebenen hängt aber in starkem Maße von der räumlichen Verteilung von Laubholzsamenbäumen ab. In dieser Arbeit wird ein methodischer Ansatz vorgestellt, der auf der Basis von Fernerkundungsdaten die räumliche Verteilung von Laubhölzern erfasst und in ein geographisches Informationssystem (GIS) aufnimmt. Ansätze werden aufgezeigt, mit denen der potenzielle Verjüngungsfortschritt mit Hilfe von Ausbreitungsmodellen, Verjüngungsmodellen und genetischen Modellen modelliert und anschließend als Karte ausgegeben werden. Die Karten zeigen den potenziellen Verjüngungsfortschritt in einer räumlichen und zeitlichen Gliederung, erlauben die Beurteilung der zukünftigen Diversität der umgewandelten Bestände und sind eine objektive Entscheidungshilfe bei der Planung waldbaulicher Maßnahmen. Der hier beschriebene methodische Ansatz wird an zwei Beispielen verdeutlicht: (1) die Verwendung von Satellitendaten im Tharandter Wald, Sachsen, zur Beschreibung des bestandesübergreifenden Verjüngungspotenzials und (2) die Verwendung von Luftbildern im Forstbezirk Todtmoos im südlichen Schwarzwald als Basis zur Beschreibung der Verjüngungsdynamik innerhalb eines Bestandes.