Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Die Zertifizierung im Bewusstsein forstlicher Akteure und von Umweltverbänden
  • Paralleltitel
    Certification in the Consciousness of Players of the Forest Sector and Environmentalists
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    3 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200063889
  • Quelle
  • Abstract
    Die Debatte zwischen Umweltverbänden und Akteuren der Forstwirtschaft zur Zertifizierung der Wälder in Deutschland wird hauptsächlich durch divergierende Wahrnehmungen und Bewertungen verursacht. Diese werden durch ständige Widerholungen und Kommunikation verinnerlicht und werden zur Wahrheit. Die Grundsätze der Umweltverbände lauten: "Wälder sind in Gefahr", "Umweltverbände müssen sich (für die Wälder) einsetzen, weil andere nicht (im Sinne der Wälder) handeln", "Natur hat Vorrang und ist Vorbild für die Bewirtschaftung", "Teilnahme an der Entscheidungsfindung ist obligatorisch". Auf der anderen Seite umfassen die forstlichen Grundsätze das "Primat der Holzproduktion", den "Grundsatz der Nachhaltigkeit", das "Primat des forstlichen Wissens", den "Grundsatz der Langfristigkeit" und das "Primat des Eigentums". In den Netzwerken PEFC und FSC werden von den Mitgliedern einige dieser Grundsätze geteilt. Es entwickelte sich eine eigene Gruppensprache. Mit dieser Sprache grenzen sich die Netzwerke voneinander ab. Inzwischen versuchen mehrere Akteure, wie die Papierindustrie, einen Kompromiss zwischen den Netzwerken zu finden. Aber eine gegenseitige Anerkennung der beiden Zertifizierungssysteme wird nur möglich sein, wenn die jeweilige Basis der involvierten Verbände und Institutionen überzeugt ist. Im Moment ist das Gegenteil der Fall.