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  • Titel
    Ganglinienseparation in kleinen Einzugsgebieten
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    11 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13432
  • Datensatznummer
    200063230
  • Quelle
  • Abstract
    Im Ostkaiserstuhl sind seit zwei Jahrzehnten durch Flurbereinigungen grosse Veraenderungen der Landnutzung vorgenommen worden, die auf hydrologische Prozesse und den Wasserhaushalt Auswirkungen haben. Um diese Veraenderungen zu erkennen und zu analysieren werden zwei hydrologische Versuchsgebiete betrieben. Die Erkennung des Speicherverhaltens und die Abflusskomponententrennung ist ein wichtiges Ziel dieser Arbeiten. Durch die Flurbereinigung mit Grossterrassierung im Loechernbachgebiet wird 15% mehr Direktabfluss geliefert als im alten kleinterrassierten Rippachgebiet. Der langsame Basisabfluss stellt im kleinterrassierten Gebiet ganzjaehrig den Hauptanteil am Gesamtabfluss (46%). Im grossterrassierten Einzugsgebiet liefert der Direktabfluss im Sommer (50%) und der schnelle Basisabfluss im Winter (48%) die Hauptanteile. Die Speicherkonstante des Basisabflusses im kleinterrassierten Einzugsgebiet ist 3mal groesser als im Loechernbach. Fuer den Speicherraum im kleinterrassierten Einzugsgebiet spielt der langsame Basisabfluss die Hauptrolle,im grossterrassierten Einzugsgebiet sind es die zwei Basisabflusskomponenten zusammen. Die Ereignisse zeigen, dass sich das DIFGA-Modell zur Bestimmung der Abflusskomponententrennung auf der Basis von Tageswerten in den Kaiserstuhl-Testgebieten gut eignet. Die unterschiedlichen Abflussverhalten beider Einzugsgebiete spiegeln die anthropogenen Einfluesse durch Flurbereinigungsmassnahmen wider. Die Berechnung von Verweilzeiten sowie Speicherraeumen nach DIFGA ergibt nur Groessenordnungen. Um die Parameter, die fuer Abflussprozessuntersuchungen notwendig sind, zu quantifizieren, ist es sinnvoll, die Methode mit Traceverfahren zu kombinieren. Durch die Kombination beider Methoden soll die Zuverlaessigkeit und Aussagefaehigkeit beider Verfahren erweitert werden (Schwarze et al. 1991).