Titel
Freizeitnutzung des Allschwiler Waldes : Einfluss auf Bodenvegetation, Strauchschicht und wirbellose Tiere
Paralleltitel
Effects of Recreational Activities on the Ground Vegetation, Shrubs and Ground-Dwelling Invertebrates in the Forest of Allschwil near Basle, Switzerland
Verfasser
Erscheinungsjahr
2000
Illustrationen
41 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200062955
Quelle
Abstract
Wälder in städtischen Ballungsgebieten stehen unter einem grossen Nutzungsdruck durch Erholungssuchende. Der Einfluss der Waldbesucher auf die Vielfalt von Pflanzen und wirbellosen Tieren (Spinnen, Lauf- und Kurzflügelkäfer, Tausendfüsser und Schnecken) sowie auf die Schäden an der Bodenvegetation und Strauchschicht wurde in Eichen-Hagebuchen-Beständen des Allschwiler Waldes (Kanton Baselland) bei Basel untersucht. Die Anzahl Waldbesucher, deren Geschlecht, Alter und Gruppengrösse wurden in sechs Untersuchungsgebieten mit ursprünglich gleichen Beständen in den Jahren 1997-98 erfasst. Die Untersuchungsgebiete unterschieden sich deutlich in der Anzahl Waldbesucher, die von 1,8 bis 43,6 Personen pro Stunde (Druchschnitt über zwei Jahre) streute. Mit zunehmender Besucherzahl nahm das Ausmass der Schäden an der Bodenvegetation, Büschen und jungen Bäumen zu, während die Abundanz und Artenvielfalt der Pflanzen und wirbellosen Tiere abnahmen. Die intensive Nutzung durch die Waldbesucher verändert auch die Zusammensetzung der Pflanzenarten, reduziert die Strukturvielfalt der Vegetationschicht und verdichtet den Waldboden. In den stark benutzten Teilgebieten übersteigt der Erholungsdruck die Regenerationskraft des Waldes. Zur Erhaltung des naturnahen Waldes sollte in der zukünftigen Waldentwicklungsplanung die Nutzung der Teilareale klar definiert werden und eine Trennung von Gebieten mit grossem Erholungsdruck und hohem Naturschutzwert angestrebt werden.