Titel
Natuerlich und anthropogen bedingte Waldboden-Versauerung. Gibt es noch Reinluftgebiete auf der Erde? In - Waldschaeden '89
Verfasser
Erscheinungsjahr
1989
Illustrationen
4 Abb., 5 Tab., 15 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4223
Datensatznummer
200062829
Quelle
Abstract
In potentiellen Reinlufgebieten in Chile, Neuseeland und auf Lanzarote - wird anhand von Bodenkenntwerten (pH, Basensaettigungsprozent und Anreicherungsfaktoren) unter Freiflaechen-, Stammfuss- und Traufbedingungen in Bodentiefen von 0 - 3 und 7 - 10 cm der Frage nach der Versauerung von Waldstandorten nachgegangen. Hinzu kommt ein Vergleich mit chilenischen Staedten. In den Waldoekosystemen liegen unter allen Baumarten unter Beruecksichtigung von Bekronungstypen die pH-Werte hoeher als in den Oberboeden vergleichbarer Referenz-Freiflaechen. Die Tiefenstufe 0 - 3 cm weist gegenueber 7 - 10 cm ebenfalls eine positive Differenz auf. Dies deutet auf basisch wirksamen Eintrag hin, der auch durch Niederschlags- und Traufwasseranalysen bestaetigt wird. Die Befunde in Staedten Chiles (Temuco und Santiago) zeigen hingegen im Vergleich zur Landregion aufgrnd z.T. drastisch abweichender pH-Werte unter Baeumen hausgemachte versauernd wirkende Immissionen an. In den sogenannten Reinluftgeabieten Chiles laesst sich bezueglich der natuerlichen Versauerung durch Waldbaeume eine nichtskalierbare Reihung aufstellen. Immergruene Laub- und Nadelbaeume lassen staerkere Versauerung erkennen als sommergruene Laubbaeume, ohne dass irgendeine Baumart in starkem Ausmass standortsversauernd zu wirken scheint.