Titel
Waldschutzsituation 1999/2000 in Niedersachsen und Schleswig-Holstein
Paralleltitel
Report on Forest Pests and Diseases in Lower Saxony and Schleswig-Holstein, North-West Germany 1999/2000
Verfasser
Erscheinungsjahr
2000
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200062701
Quelle
Abstract
Die seit 1996 anhaltende Kiefernspannergradation in der Ostheide machte 1999 eine Bekämpfung auf 2114 ha mit Dimilin und auf 195 ha besonders schwer betroffener Bestände mit Karate Forst notwendig. Von ca. 5000 ha 1999 neu bekannt gewordenen Fraßherden sind ca. 500 ha so stark betroffen, dass dort im Sommer 2000 weitere Gegenmaßnahmen erforderlich sein werden. Mehrjähriger, nicht verhinderter Befall hat auf zwei Beobachtungsflächen 1999 teils zu hohen (40-55% der Stammzahl), teils geringeren (10-14%) Ausfällen vorwiegend zwischen- und unterständiger Kiefern geführt. - Kahlfraß durch Kiefernbuschhornblattwespe trat in der Südheide auf ca 300 ha 1999 plötzlich neu auf. - Die Frostspannerdichte in niedersächsischen Eichenbeständen ist weiter rückläufig. - Buchdrucker und Kupferstecher wurden durch Wärme im Sommer und Herbst 1999 begünstigt und haben im Flachland deutlich, im Bergland uneinheitlich zugenommen. Trotz dieser allgemeinen Tendenz haben im Harz vor allem die konsequenten Gegenmaßnahmen zum Rückgang des Stehendbefalls geführt. Für 2000 ist, je nach Witterung, vor allem im Flachland mit einer weiteren Befallszunahme zu rechnen. - Erneut zunehmende Erd- und Rötelmauspopulationen im Solling, Leinebergland und Harz lassen im Winter 1999/2000 stärkere Schäden erwarten. Hohe Feldmausdichten im Winter 1998/99 in Schleswig-Holzstein sind nach starker Schadwirkung in einem eng begrenzten Lebensraum 1999 zurückgegangen. - Rußige und Rostige Douglasienschütte sowie weitere Nadel- und Blattpilze wurden vermehrt registriert. - Schäden an Buchen und Erlen durch wurzelpathogene Phytophthora-Arten wurden örtlich in hoher, z.T. zunehmender Intensität festgestellt. In geschädigten Eichenbeständen wurden Phytophthora-Arten bisher erst in einem Bestand nach landwirtschaftlicher Vornutzung (Sonderfall) gefunden. - Eichensterben ist in frühzeitig durch Sanitäthiebe sanierten Beständen stark zurückgegangen.