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  • Titel
    Antibiotika-Resistenzgene als Marker in gentechnisch veränderten Pflanzen - Gefahr durch horizontalen Gentransfer?
  • Paralleltitel
    Antibiotic resistance genes as markers in transgenic plants - risk of horizontal gene transfer?
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    56 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4699
  • Datensatznummer
    200062310
  • Quelle
  • Abstract
    Nach wie vor werden Antibiotika-Resistenzgene als Marker in gentechnisch veränderten Pflanzen genutzt. Die Wahrscheinlichkeit eines horizontalen Gentransfers von Antibiotika-Resistenzgenen aus Pflanzen-DNA auf Bakterien und mögliche Auswirkungen eines solchen Transfers auf die Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen werden im Kontext mit der bestehenden Resistenzproblematik bewertet. Um den Leser in diese Problematik einzuführen, wird ein kurzer Überblick über Vorkommen und Verbreitung bakterieller Antibiotika-Resistenzgene gegeben. Natürliche Transformation wird als der wahrscheinlichste Mechanismus für einen Transfer von Pflanzen-DNA auf Bakterien angenommen. Angesichts des häufigen Vorkommens von Antibiotika-Resistenzgenen in bakteriellen Populationen und der sehr niedrigen Frequenzen eines in situ bislang nicht nachgewiesenen Gentransfers von Pflanzen-DNA auf Bakterien ist es unwahrscheinlich, dass Antibiotika-Resistengene in gentechnisch veränderten Pflanzen zu einer zusätzlichen Verbreitung dieser Gene in Bakterienpopulationen führen. Die öffentliche Debatte über mögliche Risiken von Antibiotika-Resistenzmarkern in gentechnisch veränderten Pflanzen lenkt somit von den eigentlichen Ursachen der Antibiotika-Resistenz ab. Denn der Schlüssel zur Lösung des Antibiotika-Resistenzproblems liegt in der drastischen Reduktion des bestehenden Selektionsdrucks durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Antibiotika.