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  • Titel
    Naehrstoffgehalte kleiner Fliessgewaesser im Oberalsterraum
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    10 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13207
  • Datensatznummer
    200062115
  • Quelle
  • Abstract
    Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Stoffzusammensetzung kleinerer Geestgewaesser in hohem Masse durch landwirtschaftliche Nutzung beeinflusst sein kann. Im Oberalsterraum spielt die Belastung der Gewaesser mit Stickstoff in Form von Nitrat die herausragende Rolle. Die Eintraege finden vor allem von Ackerflaechen statt und koennen sowohl bei konventioneller als auch bei organisch - biologischer Wirtschaftsweise hoch sein. Die Austraege aus konventionell bewirtschafteten Acker- und Gruenlandflaechen sind durch ausgepraegte Konzentrationsspitzen nach erfolgter Stickstoffduengung gekennzeichnet, ohne dass viel pflanzenverfuegbarer Stickstoff im Boden verbleibt. Die diese Flaechen entwaessernden Baeche weisen zudem durch mineralische Duengung bewirkte hoehere Kalium- und Chloridgehalte auf. Von den vom Gut Wulksfelde in Umstellung organisch - biologisch bewirtschafteten Ackerflaechen werden zum Teil erhebliche Mengen an Stickstoff ausgetragen. Diese sind durch Kleegrasduengung begruendet und weisen aufgrund der staendigen Stickstoffnachlieferung einen relativ ausgeglichenen Jahresgang auf. Wenn der Grasanteil in der Zwischensaat nicht hoch genug ist, kann der Stickstoff nicht aufgenommen werden und wird somit ausgewaschen. Durch die Auswahl entsprechender Kleegrasmischungen kann dieses Problem jedoch geloest oder zumindest in seinen Auswirkungen abgemildert werden. Vor Forstflaechen und in Umstellung organisch - biologisch bewirtschaftetem Gruenland lassen sich in der Regel keine nennenswerten Stickstoffeintraege verzeichnen, wenn man von den natuerlichen Austraegen aus Erlenbruchwaldbestaenden absieht. Vergleicht man die Nitratgehalte der Baeche und Graeben mit denen anderer kleiner Fliessgewaesser in landwirtschaftliche genutzten Gebieten der Geest, so liegen sie in einem vergleichbaren Rahmen (Schulz, 1973; Foerster, 1985). Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass bei einem entsprechenden Waldanteil im Einzugsgebiet der Baeche erhebliche Verminderungen der Nitratkonzentrationen moeglich sind. Eine im Verhaeltnis zum Abfluss sinkende Nitratfracht konnte nicht festgestellt werden, jedoch steigt in den bewaldeten Gebieten die Stofffracht nicht proportional zum Abfluss ab. Die war aufgrund der Abflussverhaeltnisse (sehr schneller Abfluss) in den Baechen auch nicht zu erwarten. Wuerden durch entsprechende wasserbauliche Massnahmen die Voraussetzungen fuer verringerte Abflussgeschwindigkeiten und eine laengere Verweildauer des Wassers im Bodenkoerper gegeben, ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass es zur Retention des Nitrates durch Dentrifikation kommt (Fleischer, 1989). Eine grossflaechige Eutrophierung ist nicht zuerwarten. Im Rahmen der angestrebten Verbesserung des Wasserhaushaltes sollte daher durch wasserbauliche Massnahmen eine Verringerung der kuenstlichen Entwaesserung erzielt werden. Weiterhin sollte die nach der Verpachtun..