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  • Titel
    Pflanzensoziologische Beobachtungen im Rauchschadensgebiet eines Aluminiumwerkes
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1967
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200062103
  • Quelle
  • Abstract
    Seit 25 Jahren steht ein Waldschlag unter der Einwirkung fluorwasserstoffhaltiger Exhalationen des Aluminiumwerkes Ranshofen (Oberösterreich), woraus sich große Schwierigkeiten für die Aufforstung ergeben haben. Die Bodenvegetation dieser Blöße wurde untersucht und mit der von ungeschädigten Kahlschlagflächen verglichen. Dabei wurde das herkömmliche pflanzensoziologische Schätzverfahren mit einer Beobachtung der äußeren Schädigungsbilder an den Pflanzen kombiniert. Mit Annäherung an das Werksgelände, also mit zunehmender Stärke der schädigenden Immissionen, fallen die Arten der Kahlschlagvegetation (Epilobio-Senecionetum silvatici) nacheinander aus, während resistente Ruderalpflanzen, vor allem aus der Familie der Compositen, neu auftreten. An den am stärksten betroffenen Stellen gedeihen fast nur noch die ruderalen Compositen der Assoziation Tanaceto-Artemisietum. Ursache dieser Abwandlungen in der Artenkombination ist eine von der Stärke der Immission abhängige Verschiebung im Zusammenspiel zwischen unmittelbarer Schädigung und Konkurrenz. Als physiologische Grundlage für die hohe Resistenz der Compositen werden Eigentümlichkeiten ihres Mineralstoffhaushalts vermutet, mit denen andererseits auch der hohe Anteil von Arten dieser Familie an der mitteleuropäischen Ruderalflora zusammenhängen dürfte. Im Gegensatz zu diesen Compositen steht das Verhalten rohhumusbewohnender Ericaceen.