Titel
Isolierung und Ausbeute aetherischer Oele aus der Biomasse der Nadelholzarten
Verfasser
Erscheinungsjahr
1990
Illustrationen
6 Abb., 16 Tab., 32 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
6753
Datensatznummer
200061891
Quelle
Abstract
Die Verunreinigung der Umwelt, extreme Naturkatastrophen und Exploitation bedrohen die Waelder und dadurch auch die menschliche Gesellschaft. Der Holzverbrauch steigt dauernd und das Holz wird auf unertraegliche Weise verschwendet. Es ist deswegen notwendig, die Quellen der Dendromasse einschl. aller ihrer disponibilen Komponenten auszunutzen. Zu diesem Zwecke haben wir eine Monographie ueber die Bilanz und Nutzung der Waldbiomasse mit Ruecksicht auf die Entwicklung des Waldfonds erarbeitet und ihr Wesen haben wir in drei Patente zur Produktionsrealisierung zusammengefasst. Bei der Verarbeitung der Blattbiomasse von Nadelhoelzern koennen zweckmaessig auch aetherische Oele gewonnen werden, die fuer die Nahrungsmittelindustrie, fuer die pharmazeutische und fuer die kosmetische Industrie sowie fuer die Herstellung von Farben und Lacken usw. notwendig sind. In diesem Zusammenhang muss die Ausbeute und die Zusammensetzung der aetherischen Oele bekannt sein. Deswegen haben wir auch in den Jahren 1983 bis 1987 die Ausbeute wirtschaftlich bedeutsamer Koniferen Picea abies (L.) Karst., Abies alba Mill., Pinus sylvestris L., Larix decidua Mill., Abies grandis (Dougl. ex D. Don) Lindl. und Pseudotsuga menziesii (Mirbel) Franco untersucht. Die Proben wurden aus Jungbestaenden in der Waldtypengruppe der Eichen- Buchenwaelder gewonnen. Die Nadeln wurden mit Wasserdampf destilliert. Das gewonnene aetherische Oel wurde weiter durch Vakuumdestillation bearbeitet und dann der Analyse mit Hilfe des Gaschromatographs unterzogen. Durch fuenfjaehrige Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Ausbeute aetherischer Oele bei der Fichte 0,04 bis 0,27% betraegt, bei der Weisstanne 0,54 bis 0,82%, bei der Kiefer 0,19 bis 0,43% und bei der Laerche 0,00 bis 0,21%. Die Kuestentanne wies eine Ausbeute von 0,49 bis 1,09% auf und die Douglasie 0,33 bis 1,15%. Es ist offenkundig, dass die relativ hoechste Ausbeute die Tanne und die Douglasie aufweisen. Allerdings haben die groesste wirtschaftliche Bedeutung vor allem Fichte und Kiefer. Mit Hilfe des Gaschromatographen wurde festgestellt, dass im aetherischen Oel der Fichte Limonen und (Formel) ueberwiegen, in der Tanne Limonen und Phelandren, in der Kiefer Limonen und (Formel), was auch fuer die Laerche und fuer die Kuestentanne gilt, waehrend bei der Douglasie (Formel) und Bornylazetat ueberwiegen.