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  • Titel
    Die Baumartenverteilung im Elb-Havel-Winkel um 1785 - gibt es aktuelle Bezüge?
  • Paralleltitel
    Tree-Species Distribution Around 1785 in the Elb/Havel Region - Is this Data Applicable to the Current Situation?
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    8 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200061719
  • Quelle
  • Abstract
    Der Vergleich der Baumartenverteilung nach pollenanalytischen Untersuchungen und historischen Bestandestypen des Elb-Havel-Winkels bestätigt die Dominanz von Eiche und Kiefer als die Hauptbaumarten der potentiell natürlichen Vegetation auf schwach bis mäßig nährstoffversorgten Sandböden. Die Absenkung des Grundwasserspiegels von 1780 bis 1800 führte zu einem dramatischen Rückgang der Erlenbruchwälder an Trüben, Havel und Stremme. Die Eiche konnte, durch die Hutewaldnutzung als Mastbaum, ihren Flächenanteil zugunsten der Kiefer bis Anfang des 19. Jahrhunderts ausbauen. Die anschließenden Aufforstungen verschoben die Flächenanteile von Eiche und Kiefer total zugunsten der Kiefer. In Auswertung der historischen Unterlagen und der aktuellen Standortskartierung sollte der waldbauliche Schwerpunkt, gemäß der Forsteinrichtungsdienstanweisung Bundesforst, in Zukunft auf Eiche, Kiefer, Hainbuche, Buche, Winterlinde und Birke gelegt werden. Mit naturnah gepflegten, gut strukturierten Mischbeständen kann das Bundesforstamt die geforderten vielfältigen spezifischen Nutzer- und Waldfunktionen optimal abdecken. Dabei geben die historischen Bestandestypen durchaus wertvolle Anhaltspunkte für die Auswahl aktueller Waldentwicklungstypen.