Titel
Heranziehung von Baummerkmalen zur Abschaetzung der Befallsdisposition der Fichte fuer rindenbruetende Borkenkaefer
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Illustrationen
24 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
12985
Datensatznummer
200060765
Quelle
Abstract
Zur Untersuchung der Befallsdisposition der Fichte wurden in drei Gebieten (Schoeneben, Glein, Wieselburg) an 105 Fichten unterschiedlicher Vitalitaet Ips typographus (L.) zwangsangesiedelt und die Abwehrreaktion analysiert. Die Charakteristik der Abwehr wurde in Beziehung gesetzt zu biometrisch- wachstumskundlichen, rindenanatomischen, -chemischen und wasserhaushaltsrelevanten Parametern. Als wesentliches Merkmal zur Indikation der potentiellen Abwehrfaehigkeit kann die Art der Peridermbildung und die damit verbundenen Aenderungen hinsichtlich des Harzkanalsystems herangezogen werden. Die Abwehr war von Stressymptomen weitestgehend unbeeinflusst. Erst bei extremer Schwaechung des Baumes war ein Versagen der Abwehr zu registrieren. Geringere Einbohraktivitaet und vermehrtt passive Abwehr durch Harzfluss korrelierte mit erhoehtem Staerkegehalt und guenstigerem Wasserstatus im Fruehsommer. Bruttauglichkeitstests mit Ips typographus an Fichtenstammstuecken im Labor zeigten fuer Glein und Wieselburg eine Reduktion der Brutleistung an geschaedigten Fichten, wobei der tree-vigour-Index als Indikator fuer die Brutbaumqualitaet herangezogen werden kann. Zusammenhaenge zwischen Staerke- bzw. Stickstoffgehalt im Bast und der Brutleistung zeigten spezifische Ansprueche von Ips typographus an die Bastqualitaet, wobei auch eine jahreszeitlich differenzierte Brutleistung festzustellen war. Anhand der Zusammenhaenge der Baumparameter untereinander und deren Diversitaet zwischen den Untersuchungsgebieten konnten gebietsspezifische Hinweise zur Indikation der Befallsdisposition der Fichte abgeleitet werden.