Titel
90 Jahre Waldschutzgebiete in Baden-Wuerttemberg
Verfasser
Erscheinungsjahr
1990
Illustrationen
9 Abb., 10 Tab., 67 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
5235
Datensatznummer
200060516
Quelle
Abstract
Im Gebiet des heutigen Baden-Wuerttemberg wurden seit 1900 Naturwaldreservate gefordert und seit 1911 als "Banngebiete" (seit 1970 als "Bannwaelder") verwirklicht. Ausser 52 Bannwaeldern (1812 ha) gibt es inzwischen 274 Schonwaelder (7508 ha); das sind mit Naturschutz- oder waldgeschictlich orientierter Zielsetzung bewirtschaftete Waelder, fuer die spezifische Behandlungsrichtlinien erlassen werden. Bannwaelder und Schonwaelder bilden gemeinsam die in Baden-Wuerttemberg gesetzlich verankerten Waldschutzgebiete. Bannwaelder dienen in erster Linie der wissenschaftliche Erforschung von Waldoekosystemen, in die der Mensch nicht mehr eingreift. Forschungsansaetze und angestrebter Bearbeitungsstand auf dem Gebiet der Standortskunde, Vegetationskunde, Erfassung der Waldstruktur und -dynamik ("Waldkunde") und Fauna werden umrissen und einige Ergebnisse - insbesondere aus schon laenger beobachteten Banngebieten - mitgeteilt. Kernstueck der periodisch zu wiederholenden Waldzustandserfassung ist die "Forstliche Grundaufnahme" von systematisch verteilten Probekreisen und repraesentativ ausgewaehlten Dauerquadraten. Aus den Momentaufnahmen werden Zeitreihen der Waldentwicklung gebildet. Standortskundliche, vegetationskundliche und faunistische Untersuchungen dienen einerseits der Grundlagenerhebung (Beschreibung bzw. Messung langfristig stabiler Systemeigenschaften); sie befassen sich andererseits mit der kurzfristigen oder langfristigen Veraenderung (Fluktuation oder Sukzession) der Waldoekosysteme.