Titel
Waldbehandlung auf oekologischer Grundlage. Zur Gruppenpflege bei der Baumart Fichte
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Illustrationen
28 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
5206
Datensatznummer
200060259
Quelle
Abstract
Die Gruppendurchforstung bei der Fichte foerdert jede sich bietende Vielfalt im Sinne eines vernetzten oekologischen Systems. - Sie nutzt alle vorhandenen Strukturelemente aus, wie horizontale und vertikale Schichtung, unterschiedliche Bestockungsdichte und Mischung. - Sie schafft Voraussetzungen fuer die Entwicklung zu strukturierten und auch gemischten Bestaenden anstelle von gleichschichtigen Reinbestaenden. - Eine Gruppenstrategie ermoeglicht nicht nur die Erhaltung vorhandener Mischungen, sondern auch ein fruehzeitiges Einbringen standortsgerechter Mischbaumarten, vor allem von Laubbaeumen. - Die Gruppendurchforstung fuehrt zu einem gestuften bzw. gekammerten Altbestand mit der Moeglichkeit einer risikoarmen langfristigen Verjuengung bzw. Behandlung. - Die Gruppendurchforstung bezieht das gesamte Durchmesserspektrum fuer die Holzproduktion mit ein. Dadurch werden laengere Produktions- und Verjuengungszeitraeume moeglich, der Anteil des Schwachholzanfalles langfristig reduziert und der des Starkholzes erhoeht. - Durch eine moeglichst grosse Vielfalt und Struktur sowie durch ein weitgehendes Belassen vorwuechsiger, vitaler Baeume wird eine hoehere Stabilitaet erzielt. - Die Foerderung mehrerer zusammenstehender Zieltraeger rduziert eine Holzentwertung durch Stammdeformationen mit ausgepraegtem wulstigem Drehwuchs und durch die Ausbildung zu starker Jahrringe. - Die Gruppendurchforstung erlaubt eine guenstige Standraumoekonomie, indem sie den Kleinstandort optimal ausnutzt und eine hoehere Anzahl zuwachskraeftiger Baeume auf gleichem Standraum ermoeglicht. - Die Gruppendurchforstung vereint Zielstellungen der Holzproduktion, der Schutz- und Erholungsfuntion mit Zielen des Naturschutzes.