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  • Titel
    Anthropogene Veränderungen von Waldböden - Folgerungen für die Bewirtschaftung : Forstliche Hochschulwoche
  • Paralleltitel
    Man-made Alterations of Forest Soils-Consequences for Management Purposes
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    43 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200058774
  • Quelle
  • Abstract
    Viele mitteleuropäische Waldböden unterliegen relativ rascher Versauerung und Verarmung an Basen-Kationen, während ihre Humus- und Sticksotffvorräte ansteigen. In anderen Fällen geht die Versauerung einher mit einer Abnahme des Humus-, Stickstoff- und Schwefelkapitals. Diese Veränderungen werden durch den Stoffeintrag aus der Atmosphäre, durch Klimawandel, Bewirtschaftungseingriffe, spezifische Witterungsverläufe und natürliche Sukzessionsprozesse ausgelöst, wobei die einzelnen Faktoren in wechselnder Kombination und mit regional variierendem Gewicht zusammenwirken. Den nachteiligen Veränderungen der Fruchtbarkeit von Waldböden gilt es gegenzusteuern, einerseits durch Reduktion der Emissionen von Säurebildnern (und Kohlendioxid) in die Atmosphäre, andererseits durch entsprechende Bewirtschaftung, z.B. durch angepasste Baumartenwahl, ständige Bedeckung der Böden durch Vegetation, Begrenzung der Nährelemententzüge und - unter bestimmten Voraussetzungen - auch durch Kalkung. Am Beispiel repräsentativer Fallstudien werden die beachtlichen Wissensfortschritte in den letzten beiden Jahrzehnten beschrieben und Forschungslücken aufgezeigt. Sie betreffen insbesondere die Wechselwirkungen zwischen den vielfältigen Bodenformen, Waldvegetationstypen, Bewirtschaftungseingriffen, den Depositionstypen und dem Klimawandel. Punktuell erarbeitetes Wissen muss auf die Fläche übertragen und in modernen Informationssystemen der Praxis zur Verfügung gestellt werden.