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  • Titel
    Erfahrungen bei der Erhaltung forstlicher Genressourcen in Österreich : Erhaltung und Nutzung genetischer Ressourcen für den naturnahen Waldbau - Betriebswirtschaft und/oder Naturschutz
  • Paralleltitel
    Experiences on Conservation of Forest Genetic Resources in Austria
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    19 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4370
  • Datensatznummer
    200057897
  • Quelle
  • Abstract
    Die Vielfalt der Umweltbedingungen in Österreich, die damit verbundenen mannigfaltigen Anpassungserfordernisse und Wettbewerbsverhältnisse und die genetische Differenzierung durch die postglaziale Einwanderungsgeschichte lassen eine Vielzahl von genetischen Strukturen der Waldbaumpopulationen erwarten. Die bisherigen vorläufigen Ergebnisse zur Erfassung der geographischen Variation der untersuchten Waldbaumarten ergeben zwar erste orientierende Hinweise, reichen jedoch nicht zur Abgrenzung von Genreservaten aus. Es wird daher die Verteilung der natürlichen Waldgesellschaftten zur Erreichung der erforderlichen Repräsentativität der In situ - Generhaltungseinheiten herangezogen, wobei angenommen wird, daß die genetischen Strukturen einer Baumart durch die Streuung über ökologisch und pflanzensoziologisch definierte Einheiten ausreichend erfaßt werden. Der hohe Anteil von natürlichen, naturnahen und nur mäßig veränderten Wäldern erleichtert die Auswahl von Generhaltungswäldern nicht nur im Bereich der Naturwaldreservate sondern auch in forstwirtschaftlich genutzten Wäldern. Neben der Repräsentativität dienen Merkmale der Autochthonie, Angepaßtheit, Naturverjüngung, Lage und Isolation zur Auswahl von In situ- Erhaltungseinheit bestimmt die anzuwendende Erhaltungsmaßnahmen. Die wesentlichsten Grundsätze der waldbaulichen Behandlung und deren Umsetzung - einschließlich der Förderungsmaßnahmen aus öffentlichen Mitteln - werden zusammengefaßt. Forschungsbedarf besteht vor allem auf folgenden Gebieten: - Erfassung der geographisch - genetischen Variationsmuster; - Quantifizierung der genetischen Diversität bzw. von morphologischen und physiologischen Eigenschaften zur Abschätzung der Anpassungsfähigkeit und Streßtoleranz von Populationen; - Wirkung waldbaulicher Maßnahmen auf genetische strukturen.