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  • Titel
    Chorin - zwischen Tradition und Akutalität der Kiefernwirtschaft im Blickwinkel von Herkunftsforschung und Züchtung : Erhaltung und Nutzung genetischer Ressourcen für den naturnahen Waldbau - Betriebswirtschaft und/oder Naturschutz
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    29 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4370
  • Datensatznummer
    200057795
  • Quelle
  • Abstract
    Die historische Entwicklung der traditionellen Kiefernwirtschaft in Chorin wurde auf der Grundlage klassischer Versuche und ihrer Versuchsansteller (gleichzeitige Forstamtsleiter und Hochschullehrer) unter dem Blickwinkel von Baumrassenforschung, Züchtung und Genetik dargestellt. Fassen wir diese Ergebnisse zusammen, so ergibt sich folgendes Bild: - Die autochthonen Herkünfte aus umschriebenen Gebieten sollten unser waldbauliches Handeln bei der Baumartenwahl bestimmen. Hier war die Natur/Evolution der beste Züchter. - Die einem Anbauort am nächsten gelegenen Populationen der Verbreitungsgebiete weisen als Genpool ein breites nutzbares Anlagenspektrum und hohe Variabilität auf. - Je mehr wir naturnahe Prozesse oder biologische Abläufe wirtschaftlich nutzen wollen, um so genauer müssen wir sie kennen und zum richtigen Zeitpunkt eingreifen. Das ist auch am wirtschaftlichsten. - Die Verbandsfrage stellt sich dar, als das klassische Beispiel für die Genotyp/Umweltbeziehungen in Gestalt von Herkunft und Standraum bei gleichzeitiger Aufhellung des begrenzten forstwirtschaftlichen Handlungspielraums. Ein Verlassen dieses Optimalbereiches muß wirtschaftlich teuer erkauft werden. - Das gleiche bezieht sich auf die Erziehung und Pflege. Das Erkennen von biologischen Stadien oder Abläufen (intra- und interspezifische Konkurrenz) über genetisch definierte Merkmale gibt die Chance, Maßnahmen zu optimieren, Kosten zu minimieren und dabei Rationalisierungseffekte zu erzielen. - Die heutigen Kiefernstangen- und Baumhölzer sind als ideale Schirme für Unter- und Voranbauten zu nutzen (Kiefer - Stiefmutter der Buche, OLBERG), um die Umwandlung in Mischbestände zu beschleunigen. - Der genetische Hintergrund von Waldbaumaßnahmen bedarf vordringlicher wissenschaftlicher Untersuchung. Je naturnäher wir wirtschaften wollen, je mehr sollten wir über diese Zusammenhänge wissen.