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  • Titel
    Muffelwild - quo vadis? Lebensraumansprueche, Verbreitungsgeschichte, Jagd und die Muehlen der Buerokratie
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    6575
  • Datensatznummer
    200057690
  • Quelle
  • Abstract
    1. Die Verbreitung des Muffelwildes in Deutschland hat eine Geschichte von nahezu 100 Jahren. Das Muffelwild gehoert somit zu den heimischen Wildarten. 2. Die Entscheidung, ob Muffelwildpopulationen weiter bewirtschaftet werden koennen, bedarf einer verantwortungsvollen, kritischen Wertung und darf nicht vordergruendig von der Anzahl der vorhandenen Schalenwildarten abhaengig gemacht werden. Alte Muffelwildpopulationen sollten auch einen gewissen Bestandesschutz geniessen. 3. Die Qualitaet einer Muffelwildpopulation drueckt sich vor allem in deren Gesundheitszustand und der realisierten Reproduktion aus. 4. Aus populationsgenetischer Sicht sollte die Mindestgroesse einer bewirtschaftbaren Population 50 Stueck betragen. 5. Die Mindestwaldflaeche sollte etwa 850 Hektar betragen. 6. Einstandsgebietsgrenzen muessen deutliche, vom Muffelwild zu akzeptierende Grenzen sein, wie stark befahrene Strassen, groessere Eisenbahnlinien, Flusslaeufe oder grosse waldfreie Gebiete. 7. Die Bejagung am Rande und ausserhalb der Einstandsgebiete sollte in erster Linie auf das weibliche Wild und die Jugendklassen des maennlichen Wildes ausgerichtet sein. Das Muffelwild ist nicht schlechthin nur Schadfaktor fuer unsere Waelder, es ist durch seine Verhaltensweisen und seine Tagesaktivitaet eine interessante Wildart, die sowohl eine Bereicherung unserer Lanschaft darstellt als auch eine Herausforderung fuer Jaeger, die eine schwer zu bejagende Wildart erleben wollen. Moegen die Mufflons in unseren Waeldern in gesunden Populationen auch weiterhin ihre Fahrt ziehen.