Titel
Zu den Auswirkungen der Meliorationstiefe auf das Waldwachstum der Kippen-Erstaufforstungen
Verfasser
Erscheinungsjahr
1998
Illustrationen
33 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8541
Datensatznummer
200057577
Quelle
Abstract
Jahrzehntelang wurde die Auffassung vertreten, daß für die forstliche Rekultivierung schwefelsaurer Kippenböden Meliorationstiefen von 60 cm zu empfehlen sind. Später wurden auch Meliorationstiefen von 100 cm gefordert, obwohl deren Effizienz nicht belegt war. Der Beitrag berichtet zum ersten Mal über die Auswirkungen 20 bis 30 cm und 100 cm mächtiger Meliorationshorizonte auf das Waldwachstum der Kippen-Erstaufforstungen. Bestandesdaten und Höhenwachstumsanalysen belegen gleichermaßen, daß das Waldwachstum nicht nur von der Meliorationstiefe sondern auch von den Einflußfaktoren Bodenart, Ct-Gehalt der Kippsubstrate, Höhe der meliorativen Asche- bzw. Düngekalkgabe (bodenwirksame CaO-Gabe) und Pflegezustand der Kippenforsten abhängt. Als ein weiterer, sehr bedeutsamer Einflußfaktor ist die Rekultivierungszeitdauer zu nennen, denn durch die Tiefenverlagerung der Basen in den unmeliorierten und teilentsäuerten Unterboden wird die physiologische Flachgründigkeit der nur 20 bis 30 cm tief meliorierten Kippenstandorte allmählich überwunden. Damit die waldbaulichen Möglichkeiten unter Berücksichtigung des Zeitfaktors voll ausgeschöpft werden können, sind Meliorationstiefen von 60 cm anzustreben und die meliorativen Asche- bzw. Düngekalkgaben nach der Säure-Basen-Bilanz des Kippenbodens zu bemessen.