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  • Titel
    Einsatz von Kernpolyederviren zur Regulierung der Populationsdichte des Schwammspinners
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    23 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14013
  • Datensatznummer
    200057248
  • Quelle
  • Abstract
    Bei einer Schwammspinnergradation in Baden-Württemberg in den Jahren 1992-1994, wurden versuchsweise Kernpolyederviren zur Bekämpfung eingesetzt. Vor der Ausbringung wurden die zur Verfügung stehenden Virusisolate auf ihre Virulenz überprüft. Hierbei wurden keine signifikanten Unterschiede ermittelt. Bei den Freilandversuchen wurden 2 unterschiedliche Strategien verfolgt: (1) Durch gezieltes Besprühen der Eigelege und Raupen zum Schlüpfzeitpunkt wurden diese mit Virussuspension kontaminiert. Hierdurch konnte die gewünschte Epizootie zwar ausgelöst. Kahlfraß jedoch nicht verhindert werden, da die Raupen erst am Ende ihrer Entwicklung starben. Diese Strategie führt zu einer Verringerung der Reproduktionsrate der Populationen und scheint daher vor allem zu Beginn von Massenvermehrungen erfolgversprechend. (2) Nachdem ausreichend Blattmasse vorhanden war, wurde diese mit Virussuspension besprüht. Durch die direkte Kontamination der Nahrungsquelle mit Kernpolyederviren wurden die Raupen mit ausreichend hoher Dosis infiziert, so daß sie innerhalb weniger Tage verendeten. Unteroptimalen Versuchsbedingungen konnte mit dieser Methode auf einigen Versuchsflächen Kahlfraß verhindert werden.