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  • Titel
    Fraßprognose und Bekämpfung des Schwammspinners
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    9 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14013
  • Datensatznummer
    200057228
  • Quelle
  • Abstract
    Der Ablauf der Prognose, die Entscheidungsfindung und die Bekämpfung im Jahr 1994 verlief weitgehend reibungslos und mit einer Ausnahme auch planmäßig. Die im Plan vorgesehenen Zeiträume für die Entscheidungsfindung durch die Waldbesitzer waren in vielen Fällen zu kurz. Bedenkt man den geringen Erfahrungsstand auf dem alle Maßnahmen basierten, und den Zeitdruck, unter dem diese Maßnahmen standen, so ergaben sich insgesamt wenig Komplikationen und Fehleinschätzungen. Gelegedichtezählungen, Risikoabschätzungen und Behandlungsempfehlungen waren Grundlage für die Entscheidungsfindung der Waldbesitzer für und gegen eine Behandlung mit Insektiziden. Auf 10.316 ha belief sich die Prognose des Kahlfraßes, davon wurden 7.284 ha behandelt, 5.201 ha mit dem Wirkstoff Diflubenzuron und 2.083 ha mit B.t.k-Präparaten. Die B.t.-Mittel wurden zweimal ausgebracht. Im Vorfeld erfolgte eine intensive Beobachtung der Raupenentwicklung und des Laubaustriebes. Die Behandlung wurde in der ersten Maihälfte durchgeführt. Soweit erkennbar war die kahlfraßprognose weitgehend zutreffend, es trat nie Kahlfraß auf, wenn keiner prognostiziert war. Allerdings trat prognostizierter Kahlfraß nicht immer ein. In Mischbeständen wurde eine Baumart (vorwiegend Eiche) miest stärker befressen als die anderen. Zukünftige Prognosen müssen stärker die Fraßpräferenzen berücksichtigen. Es wurde eine intensive Erfolgskontrolle durchgeführt. Unter Hinzuziehung der Ergebnisse umfangreicher Prüfungen von Pflanzenschutzmitteln (s. BODENSCHÜTZ et al. in diesem Band) ist erkennbar, daß die eingesetzten Mittel das Eintreten des kahlfraßes verhinderten und somit das Bekämpfungsziel erfüllten. Die zweite Behandlung mit Btk-Präparaten war mit Sicherheit nicht in jedem Fall notwendig gewesen. Die Durchführung der Bekämpfung verlief ohne große organisatorische und technische Probleme. Frühere Einbeziehung von Einsatzpersonal in die Planung, verbesserte und zeitigere Ausschreibungen sowie Verbesserungen der Organisation der Flüge sollten bei künftigen Maßnahmen berücksichtigt werden.