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  • Titel
    Das Konzept zur Erhaltung forstlicher Genressourcen in der Bundesrepublik Deutschland : Stand der Arbeiten und Perspektiven nach zehn Jahren
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Illustrationen
    23 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    10897
  • Datensatznummer
    200057216
  • Quelle
  • Abstract
    Die akute Gefährdung unserer Wälder durch Umweltbelastungen war Anlaß dafür, daß eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe in den Jahren 1985 bis 1987 ein Konzept zur Erhaltung forstlicher Genressourcen erstellte. Als gemeinsames Ziel wurde die Erfassung und Sicherung von Waldbaum- und Strauchvorkommen sowie deren sinnvolle Nutzung durch Vermehrung und Integration in den Forstbetrieb festgelegt. Die Umsetzung des Konzeptes durch Bund und Länder erfolgte während der vergangenen zehn Jahre in unterschiedlicher Weise je nach forstpolitischen Vorgaben, regionalen Schwerpunkten und finanziellen Möglichkeiten. Bei den Haupt- und zum Teil auch bei den Nebenbaumarten wurden in erste Linie Erhaltungsbestände in situ ausgewiesen. Gefährdete Vorkommen in Schadgebieten erforderten hingegen ex situ-Maßnahmen, insbesondere die Lagerung von Vermehrungsgut in Genbanken sowie die Anlage von Erhaltungspflanzungen und -samenplantagen. Bei den meist konkurrenzschwachen seltenen Baumarten haben mehrere Bundesländer mit einer Zusammenführung des verbliebenen genetischen Potentials in Samenplantagen und Erhaltungspflanzungen begonnen. Der Stand der Arbeiten wird angesichts der aktuellen Waldschadenssituation beurteilt und mit den Gegebenheiten vor zehn Jahren verglichen. Die unvermindert hohe Stabilitätsgefährdung des Ökosystems Wald erfordert für die nächsten Jahre weitere Anstrengungen und zusätzliche Initiativen zur konsequenten Umsetzung des Erhaltungskonzeptes. Die von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe dazu vorgeschlagenen Planungsschwerpunkte werden vorgestellt. Über den nationalen Bereich hinaus bedarf es einer verstärkten Zusammenarbeit mit anderen Ländern, vor allem mit den europäischen Nachbarländern.