Titel
Quartierverbund für "Gebäudefledermäuse" im Wald : Belegung gezielt eingerichteter Spaltenquartiere entlang der Langen Berge
Verfasser
Erscheinungsjahr
2000
Illustrationen
27 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
14217
Datensatznummer
200057077
Quelle
Abstract
Entlang eines Muschelkalkzuges in Nordbayern wurde auf 60 km¬ Fläche ein Verbund an Spaltenquartieren für Fledermäuse durch waldreiche Gebiete aufgebaut, wobei hauptsächlich Jagdkanzeln integriert wurden. Es haben sich drei Schwerpunktvorkommen herausgebildet, deren äußerste Quartiere weniger als 3 km voneinander entfernt liegen. Während Bartfledermäuse (Myotis mystacinus, Myotis brandtii) in allen drei Teilgebieten im Wald mit Wochenstubengesellschaften vertreten waren, wurden Pipistrellus-Arten ausschließlich als Einzeltiere oder Paarungsgruppen beobachtet. Die Nachweise von Zwergfledermaus-Wochenstuben blieben bisher auf die umliegenden Siedlungsgebiete beschränkt. Auf Grund der Gefährdungen durch Quartierverluste in Siedlungen ist die Einrichtung von Alternativquartieren für spaltenbewohnende Fledermausarten sinnvoll und wichtig. Dieses Angebot sollte sich jedoch nicht nur auf Siedlungsgebiete beschränken, sondern auch auf die Waldgebiete ausgeweitet werden, wie es sich in diesem Beispiel für Bartfledermäuse bewährt hat.