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  • Titel
    Moeglichkeiten zur Quantifizierung von Versauerungsprozessen in geringmineralisierten Gewaessern
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Illustrationen
    16 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5203
  • Datensatznummer
    200057053
  • Quelle
  • Abstract
    Die Zustandsbeschreibung der Boden- und Gewaesserversauerung erfolgte mittels des Alkalitaets-Aciditaets-Konzeptes in Form einer Funktion pH = f (Aci). Diese Pufferfunktion integriert das Verhalten einzelner Komponenten und Phasen. Die integrierende Form einer kompakten Pufferfunktion ist fuer die Gesamtbewertung aquatischer Oekosysteme von Vorteil und ermoeglicht Aussagen ueber die Anfaelligkeit bei Versauerung bzw. Alkalisierung. Fuer eine detaillierte Bewertung von oekologischen Effekten der Versauerung bzw. Alkalisierung sind jedoch Kenntnisse ueber das Verhalten der Einzelkomponenten unumgaenglich. Trotz bereits fortgeschrittener Versauerung verfuegt der untersuchte basenarme, saure Sand noch ueber eine Pufferkapazitaet durch den Austausch basischer Kationen (Erdalkalien) und durch Jurbanit im Bereich pH = 4. Ein Anstieg der Schwermetallgehalte in der Bodenloesung und eine daraus resultierende Gefaehrdung des Grundwassers bei sinkendem pH-Wert ist aufgrund der geringen Schwermetallbelastung des untersuchten Bodens nicht zu erwarten. Die Untersuchungen zeigen, dass eine einfache Umkehrbarkeit einer Titration durch Ruecktitration nicht moeglich ist. Durch Duengung mit basischen Kationen, insbesondere mit Calzium und Magnesium, kann der Kationenbelag des Bodens zum Teil regeneriert werden. Aufgrund der Richtungsabhaengigkeit der Pufferung ist jedoch zu befuerchten, dass durch ingenieurtechnische Eingriffe der natuerliche Ausgangszustand versauerter Boeden nicht wieder hergestellt werden kann. Das Aciditaets- Alkalitaets-Konzept erwies sich als eine geeignete Parametrisierungsmoeglichkeit der Versauerungsprozesse, wobei die Genauigkeit der experimentell ermittelten Pufferkurven pH = f(Aci) von der Genauigkeit der ermittelten Stoff- und Wasserbilanzglieder abhaengig ist.