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  • Titel
    Zieldefinition und SOLL-IST-Vergleich am Beispiel des Verbiss-Vergleichsflächenverfahrens Vorarlberg : Zieldefinition
  • Paralleltitel
    Target definition and comparison of target and current status, shown by the Vorarlberg method for assessment of browsing impacts on forest vegetation
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Illustrationen
    27 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12985
  • Datensatznummer
    200056695
  • Quelle
  • Abstract
    Die in Vorarlberg angewandte Methode der Verbißbeurteilung, die auf dem Konzept des operationalen SOLL-IST-Vergleiches der Waldverjüngung aufbaut, wird dargestellt und kritisch diskutiert. Die systematische Herleitung von Verjüngungszielen ermöglicht unterschiedliche Detaillierungsgrade bzw. "Scharfeinstellungen" im Hinblick auf Abundanz, Artendiversität und Höhenwachstum der Bäume und Sträucher. Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung sowie weiterführender Forschungsbedarf werden abgeleitet. Die Vergleichsflächenmethode, die mit Flächenpaaren bestehend aus gezäunter und ungezäunter Fläche arbeitet, ermöglicht realistische Aussagen über den Einfluß des Schalenwildes auf die Waldverjüngung, seine Abgrenzung von anderen Verjüngungshemmnissen, über den entstehenden Wildschaden und über die Entwicklung von Wildeinfluß und Wildschaden. Dieses Verfahren ist jedoch sowohl im Hinblick auf die Zaunerrichtung und -erhaltung als auch auf die Datenauswertung aufwendig. Repräsentative Daten über Struktur und Verteilung der gesamten Waldverjüngung werden in der Regel nicht gewonnen, weil die Zäune meist nur in bestimmten Straten der Verjüngung (z.B. verjüngungsnotwendige Waldflächen mit beginnender Waldverjüngung) errichtet werden; Verjüngungsinventuren werden durch diese Verfahren in der Regel nicht ersetzt. Ein Vorteil besteht darin, daß bei gleicher Art der Datenerhebung je nach Fragestellung und landesspezifischer Ausgangslage unterschiedliche Auswertungsmethoden möglich sind; auch SOLL-Werte und Toleranzgrenzen sind lokal und regional modifizierbar. Die Weiterentwicklung der Methode erfordert auch eine Einbeziehung von Boden, Bodenvegetation und zoologischen Aspekten. Zum besseren Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und pflanzenfressenden Huftieren sowie zur objektiveren Einschätzung von "Wildschaden" und "Wildnutzen" sind langfristige Untersuchungen mittels der Vergleichsflächenmethoden in verschiedenen Waldökosystemen erforderlich. Aufgrund der daraus zu erwartenden Ergebnisse ist eine sukzessive Verbesserung der vorgestellten Methode im Hinblick auf eine standortsabhängige Differenzierung der Verjüngungsziele und Toleranzgrenzen möglich.