Titel
Kallose-Gehalte in Blättern von Oxalis acetosella (L.) am natürlichen Standort zeigen Wachstumseinschränkungen an
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Illustrationen
23 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200056447
Quelle
Abstract
Der Höglwald in Bayern ist ein reiner Fichtenbestand, wo Versuchsflächen normal oder mit angesäuertem Wasser beregnet und entweder nicht gekalkt oder gekalkt wurden (Höglwald-Experiment). Die Kalkung verbesserte das Wachstum und die Vitalität des Waldsauerklees Oxalis acetosella deutlich. Die Kallose-Gehalte in den Blättern spiegelten diesen Kalkungseffekt mit ca. 2,5-fach niedrigeren Gehalten in den gekalkten Flächen verglichen zu den ungekalkten Flächen wider. Saure Beregnung erhöhte die Kallose-Gehalte nur auf der nicht gekalkten Fläche. Zwischen den Fiederblattflächen und den Kallose-Gehalten bestand eine negative exponentielle Beziehung. In einem diagnostischen Felddüngungsversuch in der Nähe des Höglwald-Experiments wurde auf Versuchsflächen Ca und Mg als Carbonat oder als Sulfat, sowie Mn oder Si gedüngt. Nicht die Kalkung sondern die Zufuhr von Ca war es, die das Wachstum deutlich verbesserte, was wiederum negativ mit den Kallose-Gehalten der Blätter korreliert war. Mineralstoffanalysen der Blätter zeigten, dass Mn-Gehalte von >3,5mg (g TS)-1 und Mg-Gehalte von >10mg (g TS)- 1 zu erhöhten Kallose-Gehalten führten.