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  • Titel
    Projekt Arinus: X. Bodenmikrobiologische und ernaehrungskundliche Charakterisierung des Abbaus von Nadel- und Feinwurzelstreu der Fichte : 12. Statuskolloquium des PEF
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    27 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12612
  • Datensatznummer
    200056389
  • Quelle
  • Abstract
    Prozessorientierte Studien zur Naehrstoffnachlieferung aus der Streuzersetzung bilden einen Schwerpunkt der dritten Projektphase. Dargestellt wird das Konzept der Abbauversuche an Nadel- und Feinwurzelstreu (Litterbag-Methode). Neben den PEF-Standorten im Schwarzwald (Schluchsee und Villingen) wird auch ein Standort im Osterzgebirge untersucht, der durch eine vergleichsweise hohe SO2-Belastung gekennzeichnet ist. Auf allen Standorten wurde im Mai 1994 einheitliches Fichtennadel- bzw. - feinwurzelmaterial ausgebracht. Auf den beiden Schwarzwaldstandorten wurden neben unbehandelten Kontrollflaechen auch verschiedene Manipulationsvarianten (N-Gabe, Dolomitkalk, sommerliche Austrockung) eingerichtet. An den Streuproben, die in halbjaehrlichen Abstaenden entnommen wurden, wurde bestimmt: Massenverlust bzw. Abbaurate, mikrobielle Biomasse und Aktivitaet, N- und P-Mineralisationspotential, Gehalte an leicht mobilisierbaren Naehrstoffen sowie Elementgesamtgehalte. Die Ergebnisse fuer die bislang 1 1/2-jaehrige Freilandexposition des Streumaterials unterstreichen die zentrale Bedeutung von klimatischen Einflussgroessen. Unter den Trockendaechern mit induzierter sommerlicher Austrockung des Oberbodens ist der Streuabbau und damit auch die Freisetzung von Naehrstoffen stark reduziert. Diese Befunde stuetzen die Hypothese, wonach Auftreten und Verlauf der montanen Nadelvergilbung eng an Trockenereignisse in der Vergangenheit geknuepft sind. Vor allem auf Standorten mit angespannter Mg-Versorgung und ausgepraegter Flachwurzeligkeit der Bestaende kann eine witterungsbedingt reduzierte Mg- Nachlieferung aus der Streuzersetzung deshalb rasch zu akuten Mangelsymptomen fuehren.