Titel
Messungen der Inhaltsstoffe in Wolken- und Nebelwasser : Ergebnisse der Stuttgart-Hohenheim-Kampagne : Neuntes Statuskolloquium
Paralleltitel
Measurement of fog and cloud water constituents
Verfasser
Erscheinungsjahr
1993
Illustrationen
26 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
12612
Datensatznummer
200056333
Quelle
Abstract
In einem Quellgebiet anthropogener Luftverunreinigungen wurde ein Strahlungsnebel physikalisch und chemisch charakterisiert. Es kamen verschiedene Probenahmetechniken, darunter Nebeltropfen- und Partikelgroessenklassifizierende Abscheider und ein umfangreiches chemisch- analytisches Instrumentarium zur Anwendung. Erstmals vorgestellt werden die verwendeten Metho den zur Konservierung und empfindlichen Bestimmung reduzierter Stickstoff- und Schwefelverbindungen. Die untersuchte Luftmasse war sehr stark belastet. Das Aerosol war mit einem Massenanteil von 44+- 10 % insbesondere sehr kohlenstoffhaltig. Im Nebelwasser wurden sehr hohe Konzentrationen an Ammonium, Nitrat und Sulfat registriert: bis zu ca. 130 mg/l fuer die kleinere Tropfenfraktion und bis zu ca. 50 mg/l fuer die groessere Tropfenfraktion. Die Saeurewerte im Nebelwasser waren jedoch sehr gering. Der Anteil an reduzierten Schwefelverbindungen war im Mittel ca. 7 %, jedoch lag er zu Beginn des Nebelereignisses mit bis zu 79 % weit hoeher. Im Nebelwasser wurden, wie auch schon in frueheren Messkampagnen, in den groesseren Tropfen geringere Spurenstoffkonzentrationen vorgefunden. Neben der Auswaschung von Spurengasen und - im Falle von SO2 - nachfolgender Oxidation ist die chemische Zusammensetzung der Fluessigphase im Wesentlichen durch die Aufnahme von Partikeln erklaerbar.