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  • Titel
    Forstwissenschaft oder Forstwissenschaften : Interdisziplinarität zwischen Zwangsläufigkeit, Vision und Utopie
  • Paralleltitel
    Forest science or forest sciences
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    17 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    638
  • Datensatznummer
    200056119
  • Quelle
  • Abstract
    Die Forstwissenschaft gilt sowohl aufgrund ihres Forschungsgegenstandes als auch aufgrund ihrer Struktur als klassisches Beispiel für einen notwendigerweise interdisziplinären Wissenschaftsbetrieb. Es lassen sich drei allgemeingültige Argumentationsrichtungen identifizieren, die begründen, warum Interdisziplinarität im modernen Wissenschaftsbetreib notwendig ist. In Auseinandersetzung mit dem Begriff der Disziplin und dem komplementären Begriff der Disziplinarität wird aufgezeigt, daß es mehrere Gründe gibt, warum es in der Wissenschaftspraxis zwar Disziplinen, aber keine Disziplinarität im engeren Sinne geben kann: die Doppelorientierung der Disziplinen nach Gegenständen und Fragen, die soziale Bedingtheit von Wissenschaft und die praktische Organisation des Wissenschaftsbetriebs. Die Argumentation führt zu dem Schluß, daß Wissenschaftspraxis zwangsläufig immer interdisziplinär sein muß. Im praktischen Wissenschaftsbetrieb wird jedoch Disziplinarität von Wissenschaftlern als reales Problem bei der Zusammenarbeit angesehen. Neben die Vorstellung von Interdisziplinarität als faktische Zwangsläufigkeit wird daher eine weitere von Interdisziplinarität als aktiv zu steuerndes Konzept zur Diskussion gestellt. Für die Kategorisierung der Ansätze zur interdisziplinären Zusammenarbeit wird eine Unterscheidung nach der Struktur, der Form und der Grundlage der Ansätze vorgeschlagen. Als zentraler Punkt der interdisziplinären Zusammenarbeit wird der Management-Pool, d.h. die Organisation einer permanenten Diskussion, herausgestellt.