Titel
Veränderungen in der stofflichen Zusammensetzung von Buchenstreu und Gerstenstroh beim Abbau unter Laborbedingungen
Verfasser
Erscheinungsjahr
1991
Illustrationen
6 Abb., 24 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200056071
Quelle
Abstract
Buchenstreu und Gerstenstroh wurden bei 20C und 70% Wasserkapazität in Gegenwart und Abwesenheit von künstlichem "Boden" und Regenwürmern (Eisenia fetida) inkubiert. Das Verhalten von Aschegehalt und C/N- Verhältnis im Versuchsverlauf verwies bei Buchenstreu auf eine anfängliche Beschleunigung und spätere Verzögerung der Umsetzungsprozesse durch E. fetida; auf längere Sicht entwickelte sich ein Trend zur Stabilisierung der organischen Substanz (OS) durch die Regenwurm-Aktivität. Bei Gerstenstroh kam dagegen durchweg eine wurmbedingte Abbauförderung zum Tragen. Annähernd 80% der OS von Streu und Stroh konnten nachgewiesen werden. Allen 70% entfielen auf Polysaccharide und Lignin, 10% auf Lipide und Protein. Im Laufe der Zersetzung verringerte sich der Anteil der rein pflanzenbürtigen Komponenten Cellulose und Lignin teilweise beträchtlich; gleichzeitig gewannen auch mikrobiell synthetisierte Stoffgruppen wie Nichtcellulosische Polysaccharide und Protein zunehmend an Bedeutung. Die Quotienten aus Nichtcellulosischen Polysacchariden und Cellulose (NCQ) bzw. Lignin und Cellulose (LCQ), sowie die Säure-Aldehyd-Verhältnisse (ac/al)v und (ac/al) s im Restlignin reflektierten gut das Voranschreiten des mikrobiellen Buchenstreu-Abbaus. Der Zersetzungsgrad des Laubmaterials entsprach in allen Testgliedern nach Versuchsabbruch jenem eines Of-Oh-Übergangshorizontes aus Buchenstreu. Im Falle von Gerstenstroh erwiesen sichdie Parameter (ac/al)v,s als nicht anwendbar. NCQ und LCQ behielten jedoch ihre Aussagekraft.