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  • Titel
    Renaturierung eines Skigebietes : Abbau der Ski-Infrastruktur, Ranaturierung der Flaechen und Entwicklung eines Konzepts fuer eine oekologisch vertraegliche Folgenutzung
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Illustrationen
    18 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    6322
  • Datensatznummer
    200055802
  • Quelle
  • Abstract
    Die schneeaermeren Winter der letzten Jahre und ein veraendertes Skifahrerverhalten - es werden zunehmend grossraeumige, hochgelegene und damit schneesichere Skigebiete bevorzugt - fuehren in niedriggelegenen Skigebieten zu Gewinn-Einbussen. Nachdem im Skigebiet Gschwender Horn (850 bis 1450m ueber dem Meeresspiegel) bei Immenstadt im Landkreis Oberallgaeu kein betriebswirtschaftlich rentabler Betrieb mehr moeglich war, entschloss sich die Stadt Immenstadt, die Anlagen abzubauen und das Pistengelaende zu renaturieren. Erstmals im bayerischen Alpenraum ergibt sich die Moeglichkeit, ein Konzept fuer einen umweltvertraeglichen Abbau der gesamten technischen Ski-Infrastruktur eines Skigebietes und fuer eine oekologisch vertraegliche Folgenutzung zu entwerfen und umzusetzen. Es wird eine vollstaendige Bestandsaufnahme saemtlicher, im Zusammenhang mit der Nutzung als Skigebiet stehenden Infrastuktur vorgestellt. Die Entwicklung des Skigebietes Gschwender Horn wird durch die Auswertung von Unterlagen, die Befragung von Ortskennern und die vergleichende Auswertung von Luftbildern aufgezeigt. Die wichtigsten naturraeumlichen Grundlagen werden durch eine Kartierung im Gelaende erhoben. Eine Nutzungsanalyse erfasst Pistenflaechen, Variantenabfahrten, beim Anlagen- und Pistenbau durchgefuehrte Gelaendeveraenderungen sowie Belastungen und moegliche Schaeden durch den Skisport, den Sommertourismus und die Alpwirtschaft. Durch den Abbau des Skigebietes ergeben sich veraenderte Nutzungsschwerpunkte. Die Leitbilder fuer ein Folgenutzungskonzept unter Beruecksichtigung und Abwaegung aller Nutzungsansprueche werden vorgestellt. Dieses Konzept beruecksichtigt jagd-, forst- und alpwirtschaftliche Gesichtspunkte ebenso wie die kuenftige touristische Nutzung. Nach Einstellung des Liftbetriebes wird das Gelaende wieder fuer Skitouren-Gaenger zur Verfuegung stehen. Die Vorgehensweise beim Abbau der Anlagen und Gebaeude wird dargestellt. Es wird deutlich, dass grosser Wert auf einen umweltvertraeglichen Abbau und die Beseitigung saemtlicher Schaeden gelegt wird. Beeintraechtigungen des Naturhaushalts wie z.B. Bodenverwundungen, Stoerung von Wildtieren oder des laufenden Alpbetriebs sollen vermieden werden. Die Rekultivierungsmassnahmen umfassen die teilweise Aufforstung bisher als Piste genutzter Flaechen mit standortgerechtem, heimischem Pflanzgut. Ferner werden Gelaendeeingriffe durch den Pistenbau und Schaeden durch den Skibetrieb behoben. Die im Anschluss an den Abbau der Anlagen geplante touristische Nutzung (Sommer- und Winterwandern, Skitouren) und die damit verbundenen "Lenkungsmassnahmen" werden vorgestellt. Sie haben zum Ziel, neben Bereichen mit einer Buendelung der touristischen Aktivitaeten, beruhigte Bereiche fuer Wildtiere zu schaffen. Die einzelnen Planungs- und Arbeitsschritte werden erlaeutert und in Form von thematischen Karten und Photos dargestellt. Das Projekt soll nach seinem Abschluss (voraussichtlich im Jahre 1996) bezueglich der entstandenen Kosten detailliert ausgewertet werden.