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  • Titel
    Die Vegetation im Bereich des Dammkars bei Mittenwald und ihre Beeinflussung durch den Tourismus
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    109 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    6322
  • Datensatznummer
    200055677
  • Quelle
  • Abstract
    Das Karwendelgebirge gehoert zum Mittleren Stock der Noerdlichen Kalkalpen. Sowohl der bayerische als auch weitgehend der oesterreichische Anteil stehen unter Naturschutz. Der hier naeher untersuchte knapp 1 Quadratkilometer grosse Abschnitt des Karwendelgebirges bei Mittenwald umfasst die subalpine und alpine Stufe im Bereich der Westlichen Karwendelgrube und des Doppelkars Viererkar/Dammkar. Die in einer Vegetationskarte dargestellten Pflanzengesellschaften werden beschrieben und mit Vegetationsaufnahmen belegt. Besonders Schuttfluren, aber auch Latschengebuesche und verschiedene Rasengesellschaften sind auf grossen Flaechen anzutreffen, ausserdem kommen Felsspaltengesellschaften, Schneetaelchen und Hochstaudenfluren vor. Die vorwiegend nordwest- bis nordostexponierte Lage des Gebiets, lange Schneebedeckung und besondere Bodenbildungen bedingen eine Anzahl von Pflanzengesellschaften, die sehr feuchtigkeits- und saeureliebend sind. Viele der Kartiereinheiten vermitteln nicht nur zwischen verschiedenen Assoziationen, sondern auch zwischen hoeheren Einheiten bis hin zur Klasse. Die Erschliessung des Gebiets mit einer Seilbahn im Jahr 1967 bewirkte eine anscheinend bis heute noch nicht abreissende Kette von Ausnahmeantraegen und -genehmigungen fuer weitere Eingriffe, insbesondere im Rahmen der Sicherung und Verbesserung der Skiabfahrt. Erst im Herbst 1989 wurde von der Karwendelbahn-AG ein Antrag zum Bau einer Kabinen-Umlaufbahn und eines Sessellifts eingereicht, der inzwischen jedoch sowohl an der Ablehnung der zustaendigen Behoerden als auch an den Widerstaenden der Mittenwalder Bevoelkerung gescheitert ist. Die Beeintraechtigung von Landschaft und Vegetation ist am augenscheinlichsten an den Stellen der massiven Eingriffe durch Baumassnahmen, so z.B. durch den Bau eines Pistenwegs im Dammkar, aber auch die sonstigen Folgen des Skibetriebs und des Sommertourismus sind unverkennbar.