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  • Titel
    Untersuchungen zum Stoffaustrag mit dem Sickerwasser aus den Waldmesstationen Rothaargebirge/Elberndorf und Niederrhein/Kleve
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Illustrationen
    8 Abb., 5 Tab., 4 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5130
  • Datensatznummer
    200054715
  • Quelle
  • Abstract
    Der Frage nach der Auswirkung der Luftverunreinigungen auf stoffliche Zustandsveraenderungn der Nadeloekosysteme "Eibendorf" (Rothaargebirge) und "Kleve" (Niederrhein) sowie auf die korrespondierenden Stoffaustraege mit dem Sickerwasser wird mit Hilfe von Stoffflussmengen und -bilanzen nachgegangen. Ihre Ergebnisse werden in den Abbildungen 1, 4, 5 und 8 sowie in den Tabellen 2 und 4 im Ueberblik auf Jahresratenbasis veranschaulicht. Zusaetzlich enthalten die Abb. 2, 3, 6 und 7 sowie die Tabellen 3 und 5 Informationen ueber die Monatsraten der Stofffluesse (Abb. 2 und 6), ueber ihre Stoffkonzentrationen (Abb. 3 und 7) sowie ueber die mittleren jaehrlichen Stoffkonzentrationen (Tab. 3 und 5). Die Angaben umfassen jeweils die Stofffluesse mit den Freiflaechen- und den Bestandesniederschlaeen sowie mit den Sickerwasseraustraegen aus dem Boden in etwa 1 m Tiefe unter GOF. Die Ergebnisse fuer "Eibendorf" fuegen sich im grossen und ganzen in das Datenraster ein, wie es sich fuer vergleichbare Standorte aus der Literatur ergibt. Als erhoehte Depositionswerte sich die H- , SO4- und besonders die NO3-Raten einzustufen. NO3 wird zudem in hohen Raten im Boden freigesetzt (Abb. 4) und wird demzufoolge mit relativ sehr hohen Raten in den Untergrund ausgetragen. Vergleichsweise hohe Austragsraten wurden daneben fuer Al und SO4 gefunden. Diese Daten sind vor dem Hintergrund einer insgesamt recht hohen Saeurebelastung des Bodens von durchschnittlich 6,36 kmol IAe/ha/a zu sehen, von der der Boden 5,8 kmol IAe/ha/a an den Untergrund weitergibt, Nitrifikation von NH4 und durch den Humusabbau spielen hierbei eine erhebliche Rolle. Die Daten lassen erkennen, dass die resultierende Versauerungsfront und mit ihr der Austauschpufferbereich sich bereits unterhalb der Untersuchungsebene (ungefaehr 1 m u. GOF) befinden, der Boden jedoch noch in der Anfangsphase des Aluminium-Pufferbereiches steht. Die gegenwaertigen Austraege bedeuten eine vergleichsweise hohe Belastung des Sickerwassers und stellen demzufolge eine entsprechend hohe Gefaehrdung des Grundwassers dar. Die Untersuchungsflaeche "Kleve" ist durch gaenzlich andere Standorts- und Depositionsbedingungen gekennzeichnet. Besonders hervorzuheben sind hohe NH4- Eintraege (Abb. 5 und 8 sowie Tab. 4), die, da sie offenbar, ausweislich der Stoffbilanzen im Boden, vollstaendig nitrifiziert werden, zu einer enorm hohen Saeurebelastung fuehren, die durch weitere interne NO3-Produktion (vermutlich durch Humusabbau) noch wesentlich verstaerkt wird. ..........