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  • Titel
    N2O-Emissionen nach Veränderungen im Bodenwassergehalt bei unterschiedlicher N-Düngung
  • Paralleltitel
    Nitrous oxide emission as affected by changes in soil water content and nitrogen fertilization
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    33 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4181
  • Datensatznummer
    200054194
  • Quelle
  • Abstract
    Die N2-O-Emissionen eines Alluvialbodens (58% Ton, pH 7,4) wurden in Laborinkubationen bestimmt. Der Boden wurde mit 40 mg N kg-Ü als NaNO3 oder NH4Cl versetzt, oder mit NaCl als Kontrolle. Jede Düngungsvariante wurde auf drei verschiedene Wassergehalte eingestellt: konstant 60% WHK (Wasserhaltekapazität), konstant 120% WHK, und Wechsel zwischen 60 und 120% WHK. Während einer 8-tägigen Inkubationsperiode wurden in regelmäßigen Abständen die N2O-Emissionsraten und die Konzentrationen an anorganischem Stickstoff (NH4+, NO2-, NO3-) im Boden bestimmt. In der Kontrolle und nach Nitratapplikationen traten nur niedrige N2O-Emissionsraten auf mit nur geringfügigen zeitlichen Veränderungen und keinen Unterschieden zwischen den Wassergehalten. Im Gegensatz dazu waren nach NH4+-Applikation die N2O-Emissionsraten während der ersten beiden Tage der Inkubation deutlich erhöht, wobei Maxima bei konstanten Wassergehalten am Tag 1 und in der wechselfeuchten Variante am Tag 2, nach Beendigung der ersten Feuchtphase, beobachtet wurden. Dieser N2O-Peak in der wechselfeuchten Variante war 4 bis 9 mal höher als bei konstanten Wassergehalten und trat auf, als die NH4+- und NO2--Konzentrationen stark abnahmen. Daher wurde dieser N2O-Anstieg der Denitrifikation durch Nitrifikanten zugeschrieben. Nach der zweiten Wiederbefeuchtung nach NH4+-Applikation wurde kein weiterer N2O-Emissionspeak beobachtet, was in Einklang steht mit niedrigen NH4+- und NO2--Konzentrationen im Boden zu diesem Zeitpunkt. Die unerwartet geringe N2O-Abgabe in der Variante mit konstant 120% WHK nach NO3--Applikation wurde vermutlich durch die Reduktion von N2O zu N2 unter den vorherrschenden Bedingungen verursacht. Somit bleibt festzuhalten, daß kontinuierliche Befeuchtung bzw. Überflutung eines Bodens unmittelbar nach Applikation von NH4+-Dünger eine effektive Maßnahme zur Reduktion von N2O-Emissionen ist.